Schmerzliche Niederlage im Schwabenderby

Basketball Bundesliga

ratiopharm Ulm musste sich am Sonntagabend in Ludwigsburg deutlich mit 92:71 geschlagen geben. Rund 150 mitgereiste Auswärtsfans unterstützten ihr Team lautstark, doch die Gastgeber dominierten das Spielgeschehen.

Die Mannschaft von Ty Harrelson fand nur schwer in die Partie und hatte vor allem mit der aggressiven Defensive der RIESEN zu kämpfen. Unter den Brettern setzte sich das physisch starke Team von Interimstrainer Lars Masell immer wieder durch und sicherte sich 19 Offensivrebounds. Zudem sorgten viele Ballverluste und frühe Foulprobleme dafür, dass Ulm nie wirklich in Fahrt kam. Auch eine kämpferische Phase im dritten Viertel reichte nicht, um den Gastgebern ernsthaft gefährlich zu werden. Ezra Manjon erwies sich mit einer überragenden Leistung als spielentscheidend für Ludwigsburg.

Keyplayer: Jallow zeigt Kampfgeist
Karim Jallow war erneut einer der auffälligsten Ulmer Akteure und überzeugte mit 14 Punkten, 7 Rebounds und 4 Assists bei einer starken Wurfquote von 62,5%. Doch auch seine Energie reichte nicht aus, um das Spiel noch zu drehen. Weitere zweistellige Punktzahlen erzielten Alfonso Plummer (12), Justinian Jessup (12), Noa Essengue (11) und Nelson Weidemann (10).

Spielverlauf: Früher Rückstand setzt Ulm unter Druck
Beide Mannschaften starteten mit intensiver Verteidigung ins Derby, wobei Ulm zu Beginn durch Justinian Jessup und Ben Saraf gute Akzente setzte. Dennoch gelang es den Hausherren, durch eine konsequente Defensivleistung zur ersten Viertelpause eine Zehn-Punkte-Führung herauszuspielen (22:12).
Im zweiten Viertel fand Ulm weiterhin keinen Rhythmus in der Offensive. Ein schneller 6:2-Lauf der Ludwigsburger zwang Ty Harrelson früh zur Auszeit (12.), doch auch danach blieb die Wurfquote der Gäste schwach. Die RIESEN nutzten ihre Chancen clever und bauten ihre Führung bis zur Halbzeitpause auf 41:28 aus.
Nach der Pause zeigte Ulm zunächst eine starke Reaktion und kam mit einem 11:4-Lauf bis auf sechs Punkte heran (23.). Doch die Gastgeber behielten die Kontrolle und sicherten sich durch ihre Reboundstärke immer wieder zweite Chancen. Dadurch wuchs der Vorsprung bis zum Ende des dritten Viertels wieder auf zwölf Punkte (61:49).
Im Schlussviertel sorgte Ezra Manjon mit einer überragenden Vorstellung endgültig für die Entscheidung. Der Guard stellte die Ulmer Defensive immer wieder vor Probleme und führte Ludwigsburg zur vorentscheidenden 16-Punkte-Führung (33.). Von diesem Rückstand konnte sich Ulm nicht mehr erholen. Mit einer starken Dreierquote sicherten sich die Barockstädter den verdienten 92:71-Erfolg.

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