Schnellfahrstrecke Wendlingen-Ulm gesperrt

Bahnreisende brauchen Geduld

Keine zweieinhalb Jahre ist die Schnellfahrstrecke zwischen Wendlingen und Ulm alt. Und schon wieder wird sie für einige Tage gesperrt. Bahnreisende müssen umplanen, aber die Bahn hat eine Erklärung.

Wer in den kommenden knapp zwei Wochen eigentlich schneller mit dem Zug zwischen Wendlingen und Ulm unterwegs sein wollte, der wird stattdessen viel Geduld haben müssen. Denn wegen Bauarbeiten schränkt die Deutsche Bahn von Dienstag (6. Mai) an den Betrieb auf der Schnellfahrstrecke erheblich ein. Es wird Zugausfälle und Verspätungen geben, wie die Deutsche Bahn ankündigt. Betroffen sei auch der Regionalverkehr. Die Bauarbeiten sollen am 16. Mai beendet werden.

Auf der erst zweieinhalb Jahre alten Strecke muss nach Angaben der Bahn an der sogenannten Leit- und Sicherungstechnik gearbeitet werden, also unter anderem an der Software und den Signalen. Ziel sei es, die bereits bestehende Schnellfahrtstrecke an die neue Infrastruktur in Richtung des künftigen Stuttgarter Hauptbahnhofs sicherheitstechnisch anzubinden.

Laut Bahn ist die Strecke am Dienstag zunächst komplett gesperrt. Von Mittwoch an können ab etwa 17.00 Uhr wieder vereinzelt Züge die Strecke nutzen.

Umstieg auf Busse im Regionalverkehr

Von den Bauarbeiten besonders betroffen ist auch der Regionalverkehr nach Ulm. Laut Bahn entfallen bis Mittwochmorgen (7. Mai/7.30 Uhr) die Regionalzüge RE200 von Wendlingen (Neckar) nach Ulm Hauptbahnhof. Danach fahren bis zum voraussichtlichen Ende der Bauarbeiten am 16. Mai jeweils bis 17.00 Uhr keine Regionalzüge zwischen Wendlingen (Neckar) und Merklingen.

Der Regionalverkehr nutzt normalerweise die Schnellfahrstrecke über die Alb und hält auch am Regionalbahnhof in Merklingen. Reisende müssen die Strecke nun in Ersatzbussen zurücklegen und deutlich längere Fahrzeiten einplanen. Der Regionalexpress verbindet Wendlingen und Ulm normalerweise in einer Fahrzeit von unter 30 Minuten.

Bahn verweist auf DB-Navigator und Fahrpläne

Im Fernverkehr wird es Ausfälle ebenso geben wie Verspätungen, weil die wenigen fahrenden Züge laut Bahn an mehreren Strecken zeitraubend umgeleitet werden müssen. «Die angepassten Fahrpläne sind bereits in den entsprechenden Auskunfts- und Buchungssystemen ersichtlich», teilt die Bahn mit.

Bei ICE-Fahrenden ist in Baden-Württemberg ohnehin bereits Geduld gefragt. Denn auch die Strecke von Mannheim nach Stuttgart ist gesperrt. Dort werden noch bis 6. Juni Schäden an einem Tunnel ausgebessert.

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