Ein Senior aus Königseggwald im Landkreis Ravensburg ist bei einem sogenannten Schockanruf um Goldmünzen im Wert von mehreren zehntausend Euro gebracht worden. Am Montag übergab der Mann insgesamt 18 Goldmünzen an einen unbekannten Abholer.
Nach Angaben der Polizei hatten die Betrüger den Senior bereits Ende vergangener Woche angerufen. Dabei täuschten sie offenbar vor, sein Sohn sei nach einem Unfall schwer verletzt worden und liege in einer Klinik. Für eine dringend notwendige Behandlung werde Geld benötigt.
Bei einem weiteren Telefonat am Montag brachten die Täter den Mann schließlich dazu, die Goldmünzen an seiner Haustür einem Unbekannten zu übergeben.
Der Mann, der die Goldmünzen abholte, soll etwa 25 bis 30 Jahre alt und rund 1,60 Meter groß gewesen sein. Er hatte kurze schwarze Haare und dunkle Augen. Zur Tatzeit trug er nach Angaben der Polizei eine kurze Hose und ein ärmelloses Hemd. Die Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen ermittelt wegen gewerbsmäßigen Betrugs und bittet Zeugen, sich unter 07541 701-0 zu melden.
Bei Schockanrufen setzen Betrüger ihre Opfer gezielt unter Druck und täuschen häufig Notlagen von Angehörigen vor. Besonders ältere Menschen werden immer wieder Opfer dieser Masche. Die Polizei rät Angehörigen deshalb, ältere Familienmitglieder über solche Anrufe zu informieren. Geld oder Wertgegenstände sollten niemals aufgrund eines überraschenden Telefonanrufs an unbekannte Personen übergeben werden.