Schon wieder Blindgänger im Pfuhler Ried: Drei weitere Bomben gefunden - B10 wird gesperrt

B10 wird gesperrt – rund 40 Firmen und 20 Anwohner betroffen

Das Pfuhler Ried hat’s wohl in sich: Schon wieder sind dort Weltkriegsbomben gefunden worden. Drei weitere Blindgänger sollen am Donnerstag, 24. September, entschärft werden.

Das Pfuhler Ried hat’s wohl in sich: Bei Sondierungsarbeiten sind dort drei weitere Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Das Sprengkommando München soll die Blindgänger am Donnerstag, 24. September, vor Ort entschärfen. Rund um die Fundstellen wird dafür ein Sicherheitsbereich mit einem Radius von etwa einem Kilometer eingerichtet.

B10 wird gesperrt – rund 40 Firmen und 20 Anwohner betroffen

Ab 20.45 Uhr darf sich niemand mehr im Räumungs- und Evakuierungsbereich aufhalten. Betroffen sind laut Stadt Neu-Ulm rund 40 Firmen sowie 20 Anwohner. Gebäude, Straßen und Wege innerhalb des Bereichs müssen verlassen werden.

Auch Autofahrer müssen sich auf Einschränkungen einstellen: Die B10 wird während der Entschärfung in beide Richtungen gesperrt. Ob zusätzlich die Bahnstrecke zwischen Ulm und Augsburg betroffen sein wird, steht noch nicht fest. Darüber soll am Tag der Entschärfung entschieden werden. Die Stadt rechnet damit, dass die Arbeiten gegen Mitternacht beendet sind.

Damit sind es elf Blindgänger seit Mitte Juli

Es ist längst nicht der erste Bombenfund in diesem Sommer. Mitte Juli wurden im Pfuhler Ried bereits zwei Blindgänger gefunden und unschädlich gemacht. Im August folgten fünf weitere US-Splitterbomben, Anfang September noch einmal eine Fliegerbombe. Mit den drei neuen Funden wurden damit seit Mitte Juli insgesamt elf Blindgänger im Pfuhler Ried entdeckt.

Warum liegen dort so viele Bomben?

Das Gebiet wird gezielt auf Kampfmittel untersucht. Hintergrund sind Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg: Im Bereich des Pfuhler Rieds befanden sich damals zwei Militärflugplätze. Nach Angaben der Stadt wurden die Untersuchungen begonnen, nachdem neues historisches Kartenmaterial Hinweise auf zahlreiche Bombardierungen geliefert hatte.

Für den 24. September gilt außerdem von 21 Uhr bis 1 Uhr eine Flugverbotszone über dem betroffenen Bereich. Auch Drohnen dürfen dort nicht eingesetzt werden.

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