Vergessen, gestohlen oder einfach nicht mehr gebraucht. Allein in Karlsruhe wurden im letzten Jahr 2.000 Schrotträder eingesammelt. In Stuttgart waren es in diesem Jahr schon 350, in Ulm ist das Problem noch nicht ganz so groß: 2024 waren es 150 Fahrräder. Am Beispiel von Karlsruhe zeigt es aber, wo es auch in Schwaben hingehen kann.
Die Schrotträder sorgen nicht nur für mehr Aufwand bei der Stadtreinigung. Sie besetzen oft auch Fahrradstellplätze. In München sollen sie laut Aussage der Stadt rund 15 Prozent der Kapazitäten belegen. Ab wann ein Fahrrad als Schrottrad gilt, ist gesetzlich nicht definiert. Heißt: Es wird jeder Einzelfall geprüft, ob das Fahrrad noch fahrtüchtig ist. Ein platter Reifen reicht zum Beispiel nicht für eine Schrott-Einstufung aus. Dafür müssen weitere erhebliche Mängel dazukommen.
Die Fahrräder werden dann oftmals gemeinnützigen Vereinen überlassen, die sie dann reparieren oder als Quelle für Ersatzteile nutzen.