Schüler aus Günzburg entwickeln eigene KI – jetzt winken bis zu 600 Euro Preisgeld

Produkt beschreiben und bekommen

Künstliche Intelligenz selbst entwickeln statt nur benutzen: Schüler des Dossenberger-Gymnasiums in Günzburg haben bei einem KI-Hackathon eine digitale Produktberatung für die MUNK Group entwickelt. Jetzt können sie mit ihren Ideen sogar Preisgelder gewinnen.

Wie wäre es, wenn ihr einfach ein Foto macht und eine künstliche Intelligenz euch direkt das passende Produkt empfiehlt? Genau daran haben Schüler des Dossenberger-Gymnasiums in Günzburg gearbeitet. Bei einem KI-Hackathon entwickelten sie in Teams erste Lösungen für eine digitale Produktberatung der MUNK Group. Das Pilotprojekt wurde gemeinsam vom Landratsamt Günzburg, der MUNK Group, dem Dossenberger-Gymnasium und dem israelischen Innovationsprogramm FutureWize organisiert.

Ein Foto machen und das passende Produkt finden

Die Aufgabe für die Jugendlichen: eine KI entwickeln, die anhand von Fotos oder kurzen Beschreibungen passende Produkte vorschlägt. Wer beispielsweise eine Leiter für Arbeiten am Balkon benötigt, soll künftig mit wenigen Angaben eine geeignete Produktempfehlung erhalten können. Unterstützt wurden die Schüler dabei von ihrem Projektbetreuer Georg Ruß und zwei Vertretern von FutureWize, die eigens nach Günzburg gekommen waren. Bei einem Besuch überzeugten sich auch Landrat Hans Reichhart, Schulamtsdirektor Thomas Schulze und MUNK-Geschäftsführer Ferdinand Munk von den Ergebnissen. Besonders die Eigenständigkeit und die kreativen Lösungsansätze der Jugendlichen wurden gelobt.

Bis zu 600 Euro für die Ideen der Schüler

Mit dem Hackathon ist für die Jugendlichen noch nicht Schluss. Die MUNK Group hat einen Präsentationswettbewerb mit insgesamt 2.100 Euro Preisgeld angekündigt. Die Teams können ihre Projekte in den kommenden Wochen weiterentwickeln und anschließend vor Führungskräften des Unternehmens präsentieren. Die Preisgelder reichen von 100 bis 600 Euro. Wofür sie das Geld verwenden, entscheiden die Schüler selbst. Möglich wären beispielsweise eine Klassenfahrt oder ein gemeinsames Projekt.

Weitere KI-Projekte im Landkreis Günzburg geplant

Der Hackathon soll keine einmalige Aktion bleiben. Geplant sind bereits vertiefende Workshops mit dem Technologietransferzentrum und weitere Kooperationen mit Unternehmen aus der Region. Langfristig soll im Landkreis Günzburg ein Netzwerk aus Schulen, Unternehmen, Wissenschaft und Verwaltung entstehen. Ziel ist es, Jugendlichen den Umgang mit neuen Technologien näherzubringen und ihnen Einblicke in mögliche Ausbildungs- und Berufswege zu ermöglichen.

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