Für viele Kinder in Schwaben beginnt nächste Woche die Schule. Eltern von Erstklässlern sollten deshalb jetzt noch die Gelegenheit nutzen und den künftigen Schulweg gemeinsam mit ihren Kindern üben. Dazu rät die ADAC Stiftung.
Dabei sollte nicht automatisch der kürzeste Weg gewählt werden. Wichtiger ist eine möglichst sichere und feste Route, die das Kind später gut wiedererkennt.
Gerade Erstklässler müssen zum Schulstart viele neue Eindrücke gleichzeitig verarbeiten. Deshalb empfiehlt Annika Nohe von der ADAC Stiftung, den Schulweg Schritt für Schritt einzuüben und eine feste Route festzulegen.
Sinnvoll ist es, die Strecke möglichst zu der Uhrzeit abzulaufen, zu der das Kind später auch zur Schule geht. So erlebt es, wie viel Verkehr morgens tatsächlich unterwegs ist.
Auch der Schulranzen kann beim Üben schon mit. Dadurch lernt das Kind den Weg unter möglichst realistischen Bedingungen kennen.
Bei der Wahl des Schulwegs sollten Eltern vor allem darauf achten, wo Straßen möglichst sicher überquert werden können. Ampeln, Zebrastreifen, Schülerlotsen oder übersichtliche Stellen können deshalb wichtiger sein als ein möglichst kurzer Weg.
Das Üben ist auch deshalb wichtig, weil jüngere Kinder den Straßenverkehr noch nicht so gut einschätzen können wie Erwachsene. Entfernungen und Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen oder mehrere Dinge gleichzeitig im Blick zu behalten, fällt ihnen noch schwerer. Außerdem lassen sie sich schneller ablenken.
Auch morgens sollte möglichst kein Zeitdruck entstehen. Wer genügend Zeit für den Schulweg einplant, verhindert, dass Kinder aus Hektik unaufmerksam werden oder plötzlich über die Straße laufen.
Helle Kleidung und Reflektoren sorgen außerdem dafür, dass die Kleinen von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen werden.
Der wichtigste Tipp vor dem Schulstart lautet deshalb: jetzt noch Zeit nehmen, den Schulweg gemeinsam üben und eine feste, möglichst sichere Strecke wählen.