Schwäbisches Donaumoos bringt Hoffnung für bedrohte Brachvögel

Artenschutz

Im Altmühltal und Donaumoos ziehen Brachvögel erstmals seit Jahren deutlich mehr Nachwuchs auf. Naturschützer sehen darin einen Beleg für erfolgreichen Wiesenbrüterschutz.

Naturschützer beobachten in diesem Jahr deutlich mehr Nachwuchs bei den vom Aussterben bedrohten Brachvögeln. Wie der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Hilpoltstein (LBV) berichtete, hätten die Brachvogel-Brutpaare im Altmühltal und im Donaumoos zwischen Langenau und Leipheim bislang 51 Jungvögel durchgebracht (15 im Donaumoos). In den drei Jahren zuvor seien in diesen Gebieten zusammen jeweils weniger als 20 junge Brachvögel flügge geworden.

«Diese Zahlen zeigen, dass konsequenter Wiesenbrüterschutz wirkt», sagte die Leiterin des Fachbereichs Wiesenbrüter beim LBV, Verena Rupprecht. «Wenn wir solche Bruterfolge über mehrere Jahre hinweg erreichen, besteht erstmals die realistische Chance, den Bestandsrückgang des Brachvogels umzukehren.» Der diesjährige Erfolg sei umso bemerkenswerter, da die Brutsaison von einer außergewöhnlichen Trockenheit geprägt gewesen sei.

Straßen und Gewerbegebiete bedrohen die Lebenswelt der Vögel

Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Umwelt sind die Brachvögel hauptsächlich wegen der Intensivierung der Wiesennutzung gefährdet. Durch häufige Mahden, Düngung oder Trockenlegung von Feuchtwiesengebieten, beispielsweise auch für Äcker, würden die Brutgebiete der Vögel bedroht.

Viele Wiesenbrütergebiete seien zusätzlich durch Infrastrukturmaßnahmen wie den Bau von Straßen oder Gewerbegebieten gefährdet. «Der Bestand des Brachvogels in Bayern hat zwischen 1980 und 2015 um circa 54 Prozent abgenommen», berichtet die Behörde.

Das Vogelschutzgebiet Schwäbisches Donaumoos liegt wenige Kilometer östlich von Ulm und umfasst eine Fläche von insgesamt 2.593 Hektar. Austretendes Grundwasser aus Kies und dem Karst der Schwäbischen Alb und der Alpen hat hier ein etwa 4000 Hektar großes Niedermoor geschaffen.

Das könnte Dich auch interessieren

22.04.2026 Neuer Wasserrückhalt bei Blaustein schützt die B28 Der Hochwasserabfluss im Buchbronnensträßle war nicht gerade ideal, immer wieder wurden bei starken Niederschlägen Sand und Steine auf die nahegelegene B28 gespült. Mehrere kleine Rückhaltebecken sollen das jetzt verhindern. Während der Waldweg nach den Holzfällerarbeiten wieder instandgesetzt wird, nutzt die ForstBW die Möglichkeit, um auch das Wasserproblem zu beheben. Durch die neuen Becken soll der 16.12.2025 Neue Mietpreisbremse ab 2026: Auch Schwaben profitiert Sie tritt zum 1. Januar 2026 in Kraft und gilt künftig in 285 bayerischen Städten und Gemeinden. Und damit deutlich mehr als bisher. Vor allem im Großraum München und im Bayerischen Oberland wird der Mieterschutz ausgeweitet, aber auch in Schwaben setzt die Mietpreisbremse an. Neue Grundlage Die bisherige Verordnung läuft Ende 2025 aus. Möglich wurde 03.12.2025 Wie Landwirte im Leipheimer Moos das Klima schützen Für dieses besondere Engagement im Naturschutz wurde die Weidegemeinschaft Donaumoos nun im Rahmen des Wettbewerbs „Naturschutzpartner Landwirt 2025“ vom Bayerischen Umweltministerium ausgezeichnet. Die beteiligten Flächen werden vom Landkreis Günzburg, der Stadt Leipheim sowie von Privatpersonen bereitgestellt. Unterstützt wird das Projekt fachlich von der ARGE Donaumoos. Das Erfolgsmodell soll weiter wachsen. Moore sind Klimaschützer Das Leipheimer Moos 27.07.2026 Blaualgen im Silbersee: Badeverbot gilt ab sofort Bei der jüngsten Kontrolle des Silbersees wurden Blaualgen nachgewiesen. Eine anschließende Untersuchung im Labor ergab laut Landratsamt eine sehr hohe Konzentration von Microcystinen. Diese Giftstoffe können gesundheitliche Beschwerden auslösen. Das Gesundheitsamt hat daher ein sofortige Badeverbot erlassen. Besucher sollten nicht ins Wasser gehen und die Hinweise vor Ort beachten. Was sind Blaualgen? Blaualgen sind keine