Schwendi: Tatverdächtiger in Cold Case aus Deggingen in U-Haft

41 Jahre nach dem Verbrechen

Mehr als vier Jahrzehnte nach einem mutmaßlichen Gewaltverbrechen in Deggingen sitzt ein 70-Jähriger in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Ulm und die Polizei werfen dem Mann Mord vor.

Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der Tatverdächtige im März 1985 eine 31-jährige Frau getötet haben soll, um ein zuvor begangenes Sexualdelikt zu verdecken.

Die Frau war am 10. März 1985 im Gewann Winterhalde bei Deggingen tot neben einem Waldweg gefunden worden. Laut Polizei war der Leichnam unbekleidet, die Beine waren mit einem Büstenhalter gefesselt. Der Fall blieb jahrzehntelang ungelöst und gilt als sogenannter „Cold Case“.

Erst durch neue Ermittlungen und moderne Auswertungsmethoden kam wieder Bewegung in den Fall. Bereits Anfang November 2025 hatten Ermittler das Wohnhaus des heute 70-Jährigen in einem Teilort von Schwendi durchsucht. Dabei wurden zahlreiche Beweismittel sichergestellt.

Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei führten die Auswertung dieser Asservate, eine Neubewertung der bisherigen Beweise, ein ergänzendes rechtsmedizinisches Gutachten sowie der Abgleich einer DNA-Spur schließlich zu einer deutlichen Verdichtung des Tatverdachts.

Am 14. April 2026 wurde der Mann dann von Beamten der Kriminalpolizei Ulm in seiner Wohnung festgenommen. Die Festnahme verlief laut Polizei widerstandslos. Noch am selben Tag wurde der Tatverdächtige dem Haftrichter am Amtsgericht Ulm vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft wegen des Verdachts des Mordes an.

Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern weiterhin an.

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