Schwere Missbrauchsvorwürfe gegen den DTB

Ulmer Sportlerin meldet sich zu Wort

Am Bundesstützpunkt Stuttgart ist es laut ehemaliger Turnerinnen zum körperlichen und mentalen Missbrauch gekommen. Nun meldet sich auch die frühere Top-Sportlerin Kim Bui zu Wort.

Mehrere deutsche Turnerinnen, darunter Janine Berger vom SSV Ulm, erheben schwere Vorwürfe gegen den Deutschen Turner-Bund (DTB). In emotionalen Statements berichten sie von Machtmissbrauch, Essstörungen und psychischem Druck, die sie über Jahre erleiden mussten.

Neben Berger schildern auch Tabea Alt, Michelle Timm und Emelie Petz erschreckende Erfahrungen aus ihrer Karriere. Die Athletinnen fordern eine grundlegende Reform des deutschen Turnsystems, um künftige Generationen zu schützen.

Der DTB gerät zunehmend unter Druck, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.

Verbände kündigen kurzfristige Maßnahmen an

Der DTB kündigte an, gemeinsam mit dem STB eine Untersuchung einzuleiten. Zudem soll externe Unterstützung hinzugezogen werden.

«Gegenstand der Untersuchung wird mögliches Fehlverhalten von Trainerinnen und Trainern aber auch Fehler im Leistungssportsystem an Bundesstützpunkten sowie der Umgang mit möglichen Hinweisen innerhalb der Verbandsstrukturen des STB und DTB sein», hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Und weiter: «Bis zur Klärung der Sachlage und zum Schutze aller werden kurzfristige, das Training betreffende Maßnahmen am Stuttgarter Kunstturnforum initiiert.»

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