Schwimmbäder wollen Kamerabrillen verbieten

Badbetreiber sehen Risiko

Öffentliche Schwimmbäder in Baden-Württemberg wollen smarte Kamerabrillen künftig ausdrücklich verbieten. Damit sollen heimliche Foto- und Videoaufnahmen verhindert werden, besonders von Kindern.

Die Arbeitsgemeinschaft öffentliche Bäder Baden-Württemberg will Smart Glasses in die Haus- und Badeordnungen aufnehmen. Diese Brillen sehen oft aus wie normale Sonnenbrillen, können aber Kameras und Mikrofone eingebaut haben.

Bisher sind Foto- und Videoaufnahmen von anderen Menschen ohne Einwilligung in öffentlichen Schwimmbädern grundsätzlich verboten. Durch die neue Regelung sollen Smart Glasses ausdrücklich mitgemeint sein.

Warum geht es um die Brillen?

Badbetreiber sehen ein Risiko, weil solche Geräte im Alltag schwer zu erkennen sind. Besonders sensible Bereiche wie Planschbecken oder Kleinkinderbereiche stehen dabei im Fokus.

Wie groß das Problem tatsächlich ist, ist bisher unklar. Nach Angaben aus den Bädern gibt es bislang nur wenige Erkenntnisse über konkrete Missbrauchsfälle.

Wann könnte das kommen?

Einen festen Zeitpunkt gibt es noch nicht. Das Thema soll bei der nächsten Tagung der Arbeitsgemeinschaft öffentliche Bäder Baden-Württemberg besprochen werden. Auch eine bundesweite einheitliche Regelung gibt es bisher nicht.

Was bedeutet das für die Region?

Betroffen wären grundsätzlich öffentliche Schwimmbäder (Freibäder natürlich auch) in Baden-Württemberg, also auch Bäder in unserer Region, wenn sie die neue Regelung in ihre Haus- und Badeordnung übernehmen.

Für Badegäste würde das bedeuten: Smart Glasses könnten im Schwimmbad künftig ausdrücklich verboten sein. Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit Konsequenzen wie einem Haus- oder Badeverbot rechnen.

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