Bei einem Polizeieinsatz in der Heidenheimer Bergstraße ist Ende August einiges schiefgelaufen: Spezialkräfte öffneten zunächst gewaltsam die Wohnung einer Frau, die mit dem eigentlichen Einsatz nichts zu tun hatte. Das melden mehrere Medien.
Die Frau war zu diesem Zeitpunkt im Urlaub. Nach ihrer Rückkehr stellte sie fest, dass ihre Wohnungstür ziemlich heftig beschädigt worden war.
Auslöser für den Einsatz am 25. August war die Beobachtung eines Zeugen. Er hatte einen Mann gesehen, der mit einer Art Maschinenpistole in ein Mehrfamilienhaus gegangen sein soll. Daraufhin rückten zahlreiche Polizeikräfte und Spezialeinheiten an. Bei der Suche nach dem Mann öffneten die Einsatzkräfte allerdings erst die falsche Wohnung.
In der eigentlich gesuchten Wohnung fanden die Einsatzkräfte später tatsächlich eine Waffe. Diese stellte sich als Nachbildung einer Kriegswaffe heraus. Festgenommen wurde bei dem Einsatz niemand.
Warum die Spezialkräfte zunächst die falsche Wohnung öffneten, hat die Polizei bislang nicht näher erklärt.
Durch den Einsatz wurden unter anderem die Tür und das Schloss der Frau beschädigt. Die Polizei hat angekündigt, den entstandenen Schaden zu übernehmen. Entschuldigt hat sie sich bei der Frau offenbar noch nicht.