Seltene Wasserhose zieht über den Bodensee

Die meisten Wasserhosen gibt es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes im US-Bundesstaat Florida.

Ein seltenes Wetterphänomen hat am Mittwochnachmittag am Bodensee für Aufsehen gesorgt: Bei Lindau ist eine Wasserhose über den See gezogen. Mehrere Passanten sollen den Mini-Tornado von der Lindauer Insel aus beobachtet haben.

Auch der Deutsche Wetterdienst geht davon aus, dass es sich tatsächlich um eine Wasserhose gehandelt hat. Zwar liegen dem DWD nach eigenen Angaben keine genauen Winddaten direkt von der Stelle vor, an der das Phänomen zu sehen war. Die gesichteten Bilder sprechen laut Wetterdienst aber dafür. Zudem wurden in Lindau zur gleichen Zeit heftige Windböen gemessen. Sie erreichten Windstärke 8 bis 9 und lagen damit im Bereich eines Sturms.

Wasserhosen auf dem Bodensee sind selten

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes treten Wasserhosen auf dem Bodensee nur selten auf. Im Schnitt komme es dort etwa zwei- bis dreimal pro Jahr zu solchen Wetterereignissen. Besonders häufig entstehen sie im September, wenn die Wassertemperaturen die Bildung begünstigen können.

Bei einer Wasserhose handelt es sich vereinfacht gesagt um einen Tornado über Wasser. Dabei können Windströme eine rotierende Luftbewegung auslösen. So entsteht ein Aufwindschlauch, der sich über der Wasseroberfläche bildet.

Phänomen hielt mehrere Minuten an

Die Wasserhose bei Lindau soll sich laut DWD etwa fünf bis zehn Minuten gehalten haben. Danach löste sie sich wieder auf. Für die Menschen am Bodensee war das Ereignis dennoch ein ungewöhnlicher Anblick.

Die meisten Wasserhosen gibt es nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes im US-Bundesstaat Florida. Dort begünstigen die warmen Wassertemperaturen die Entstehung solcher Wetterphänomene besonders stark.

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