Senden: Jung und Alt musizieren zusammen

Alter spielt keine Rolle

Jung und Alt zusammenbringen, gemeinsames Singen, Spielen, Tanzen und Lachen. Das ist fester Bestandteil im Pflegezentrum St. Elisabeth in Senden.

Was bereitet euch Freude? Für die Bewohner und Bewohnerinnen des Pflegezentrums St. Elisabeth und die Kinder des Kindergarten St. Lucia ganz klar: Ihr gemeinsamer Nachmittag. Ein Nachmittag, der für wundervolle Begegnungen zwischen zwei Generationen steht, die ganz unbefangen aufeinander zugehen.

Heutzutage kommen Kinder nur noch vereinzelt mit älteren Menschen in Kontakt, viele ältere Menschen ziehen sich zurück und haben keine Möglichkeiten mehr für Beziehungen zur jungen Generation. Manche haben vielleicht gar keine Enkel, manche Kinder keine Großeltern mehr. Das Projekt „Jung & Alt“ des Pflegezentrums wirkt dieser Entwicklung entgegen und schafft einen Nachmittag voller Begegnungen, die zu Freundschaften werden.

Über das Projekt

Einmal im Montag an einem Dienstagnachmittag besucht eine Kitagruppe von St. Lucia das Pflegezentrum St. Elisabeth. Gemeinsam wird gesungen, getanzt, gespielt und sich ausgetauscht. Frau Angerer, die Leitung von St. Lucia und Frau Richardon, Leitung der sozialen Betreuung von St. Elisabeth freuen sich sehr über dieses Projekt.

Mir war es besonderes wichtig ein Projekt zu schaffen, welches die Generationen verbindet. Das Alter sollte dabei keine Rolle spielen. Wir können zusammen lachen und singen. Es soll ein unbeschwertes Miteinander sein. Kurz gesagt: es ist ein absolutes Herzensprojekt, so Frau Richardon.

Zwei Randgruppen treffen aufeinander

In unserer Gesellschaft gibt es nicht nur alte oder junge Menschen. Beides sind Randgrupppen, um die man sich besonders kümmern muss. Irgendwie ist Alter ein Tabuthema. Jeder möchte älter werden, aber niemand pflegebedürftig. Das eigene älter werden kommt selten zur Sprache. Das Pflegezentrum St. Elisabeth möchte einen Ort schaffen, der sich für alle Bewohner und Bewohnerinnen wie ein zu Hause anfühlt. Ein lebendiger Ort voller Spaß und Freude, der zum Wohlfühlen da ist.

Zwischen Unvoreingenommenheit und strahlenden Kinderaugen

Das Schöne an dieser Begegnung: Kinder gehen ohne Berührungsängste auf die älteren Menschen zu. Ihnen ist Demenz und Alter egal. Sie stellen viele Fragen, wollen einfach nur spielen und lachen. Die älteren Menschen blühen auf:

Es tut mir gut. Sie lachen dich an. Wenn du lachst, lachen sie zurück, so eine Bewohnerin von St. Elisabeth.

Auch die Kleinen können von den älteren Menschen lernen und ihren Geschichten und Erfahrungen lauschen.  So ist das gemeinsame Miteinander eine echte Bereicherung für beide Seiten. Auch nach dem Nachmittag bleiben die Kinder noch sitzen und tauschen sich mit den älteren Menschen aus. Es werden sich Namen und Eigenschaften gemerkt. Es entsteht eine Vertrautheit, die über das Projekt hinausgeht. Beim Tschüss sagen wird sich fünfmal umgedreht und so lange gewunken bis man sich nicht mehr sieht.

Und eines ist klar: Alle freuen sich schon auf das Wiedersehen.

DONAU 3 FM Redakteurin Jana Vaas hat dieses besondere Miteinander live erlebt:

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