Serbische Studierende laufen Supermarathon durch Ulm nach Brüssel

Aufruf für Gerechtigkeit und Demokratie

Unter dem Motto "Track to Brussels" haben sich 21 Studierende aus Serbien auf den Weg nach Belgien gemacht. Das übergeordnete Ziel: Auf die politische Lage in ihrem Heimatland aufmerksam zu machen.

Im Rahmen eines 1950 Kilometer langen Staffel-Ultramarathons laufen die jungen Serben in 18 Tagen von Novi Sad nach Brüssel.  Ziel des „Track to Brussels“ ist es, Europa auf die dramatische politische Lage in Serbien aufmerksam zu machen und konkrete Unterstützung für demokratische Grundwerte und Menschenrechte einzufordern.

Zwischenziel in Ulm

Der Lauf führt durch acht Länder und 17 Städte – darunter Maribor, Graz, München, Ulm, Straßburg und Luxemburg – bevor die Studierenden am 13. Mai Brüssel erreichen. In Ulm werden sie am 05. Mai, gegen 18:00 Uhr von Oberbürgermeister Martin Ansbacher und dem Ersten Bürgermeister Martin Bendel auf dem Münsterplatz begrüßt – ein starkes Zeichen europäischer Solidarität. Logistisch wird die Gruppe von einem etwa 30-köpfigen Team begleitet, bestehend aus medizinischen Helfern, Freiwilligen und Unterstützern aus der serbischen Diaspora. Der sportliche Protestzug ist seit dem 25. April unterwegs.

Politisches Anliegen 

Ausgelöst wurde die friedliche Demonstration durch das tragische Unglück am Bahnhof Novi Sad im November 2024. Ein einstürzendes Dach forderte damals 16 Todesopfer, die politischen und gesellschaftlichen Folgen sind bis heute spürbar: Viele kritische Stimmen stammen aus dem akademischen Bereich. Zahlreiche Studierende und Bürgerinnen befinden sich ohne Anklage in Haft, und mehrere Studierende mussten das Land unter dem Druck drohender Strafverfolgung verlassen.

Aufruf zu europäischer Unterstützung

In Brüssel sind zwischen dem 12. und 15. Mai Treffen der Marathonläufer mit Repräsentanten der EU-Kommission und des Europäischen Parlaments geplant. Mit im Gepäck: persönliche Briefe, Erfahrungsberichte und Forderungen – für Rechtsstaatlichkeit, freie Wahlen, unabhängige Justiz, Pressefreiheit und ein Ende der Gewalt gegen Zivilgesellschaft und Wissenschaft.

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