Sigmaringen: 19-Jähriger nach brutalem Raub in Untersuchungshaft

Brutale Folterung

Nach einem schweren Raubdelikt in Sigmaringen sitzt ein 19-Jähriger in Untersuchungshaft. Gegen ihn sowie zwei weitere Tatverdächtige im Alter von 24 und 30 Jahren ermittelt das Kriminalkommissariat Sigmaringen.

Die Männer sollen in der Nacht ebenfalls einen 19-Jährigen vor einer Gaststätte überwältigt haben. Laut Polizei wurde dem Opfer eine Augenbinde angelegt und es unter Zwang in einen Nebenraum gebracht. Dort sollen die Tatverdächtigen den Mann gefesselt, über Stunden bedroht sowie körperlich und psychisch misshandelt haben.

Unfassbare Folterszenen

Dabei habe der Hauptverdächtige dem Opfer unter anderem ein Messer vorgehalten, es leicht verletzt und ihm zeitweise auch eine Pistole an den Kopf gehalten. Zudem sollen die Täter Videos von Folter gezeigt haben, um den Druck weiter zu erhöhen. Im weiteren Verlauf wurde der 19-Jährige ausgezogen, beraubt und geschlagen. Die Täter sollen Bargeld in Höhe von mehreren hundert Euro sowie das Smartphone des Opfers an sich genommen und dieses anschließend zerstört haben.

Haupttäter in Haft

Erst in den frühen Morgenstunden kam der Mann frei und wandte sich direkt an die Polizei. Die Ermittler konnten die Tatverdächtigen rasch identifizieren und bei Durchsuchungen erste Beweismittel sichern. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hechingen wurde der 19-jährige Hauptverdächtige am Donnerstag einer Haftrichterin vorgeführt. Diese erließ Haftbefehl unter anderem wegen besonders schweren Raubes, Freiheitsberaubung, gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung. Der Beschuldigte befindet sich inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt.

Die beiden mutmaßlichen Komplizen sind weiterhin auf freiem Fuß. Die Ermittlungen zu ihrer genauen Tatbeteiligung sowie zu den Hintergründen dauern an.

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