Mit einem ausverkauften Konzert der britischen Band Frontm3n ist die Sommerbühne am Blautopf am Sonntag, 2. August, zu Ende gegangen. Jetzt zieht das Team Bilanz. Rund 350 Besucher kamen zum Finale in den Klosterkirchensaal in Blaubeuren und sangen bei bekannten Hits unter anderem von den Hollies, 10cc, Sweet, Sailor und Smokie mit.
Auch die letzten beiden Veranstaltungen vor dem Abschluss waren gut besucht. Am Freitag standen die Moderatorin und Sängerin Tatjana Geßler und der Pianist Frieder Berlin auf der Bühne. Am Samstag zeigten die Höhlenforscher Andreas Kücha und Jens Freigang Bilder und Filme aus einigen der mehr als 2.000 Höhlen auf der Schwäbischen Alb.
Trotz des erfolgreichen Abschlusses war die Spielzeit für die Veranstalter nicht einfach. Nach einem guten Start lief der Kartenvorverkauf laut Sommerbühnen-Sprecher Peter Imhof zunächst eher schleppend. Erst kurz vor Beginn des Festivals zog die Nachfrage wieder deutlich an.
Besonders gut besucht waren die Auftritte von Tan Çağlar, den Höhlenforschern, dem Stadttheater und Frontm3n. Bei mehreren Konzerten, unter anderem mit Joo Kraus und dem Sirius Quartet, Jasmin Bayer sowie Cordes y Butons, blieben dagegen mehr Plätze frei als erhofft. Als möglichen Grund nennen die Organisatoren die vielen Kulturveranstaltungen, die in diesem Sommer zeitgleich in der Region angeboten wurden. Außerdem hätten sich viele Besucher eher für bekannte Namen entschieden und seltener für neue Künstler.
Der Klosterkirchensaal hat sich nach Einschätzung der Veranstalter erneut als Ersatzspielstätte bewährt. Trotzdem werde der eigentliche Veranstaltungsort direkt am Blautopf vermisst. Wegen der laufenden Sanierungsarbeiten kann die Sommerbühne dort voraussichtlich erst in zwei oder drei Jahren wieder stattfinden.
Rund 45 ehrenamtliche Helfer waren in diesem Jahr an der Organisation beteiligt. Nach dem Ende der Spielzeit will das Team nun auswerten, welche Formate besonders gut funktioniert haben und wie das Festival langfristig aufgestellt werden kann.
Auch im kommenden Jahr soll es wieder eine Sommerbühne in Blaubeuren geben. Geplant ist erneut ein Mix aus Pop, Jazz, Kabarett, Comedy, Theater und Vorträgen. Wie das genaue Programm für 2027 aussehen wird, soll in den kommenden Wochen entschieden werden.
Die Sommerbühne wurde 2004 gegründet und gehört seit inzwischen 22 Jahren zum Kulturangebot in Blaubeuren und im Alb-Donau-Kreis.