SSV Ulm 1846 - 2:2 im Spitzenspiel

Regionalliga Südwest

Vor 4.754 Zuschauern im Donaustadion trennen sich die Spatzen vom TSV Steinbach Haiger mit 2:2.

Mehr Spitzenspiel geht nicht. Der Erste trifft auf den Zweiten und die beste Defensive auf die beste Offensive. Der Vorsprung des SSV auf den TSV Steinbach Haiger beträgt vor dem Spiel fünf Punkte. Andreas Ludwig kehrte nach seiner Sperre ebenso in den Kader zurück wie Moritz Hannemann nach seiner Erkrankung.

Eine Änderung gab es in der Aufstellung im Vergleich zum 2:0-Sieg in Fulda. Ludwig ersetzt Nicolas Jann, der zunächst auf der Bank Platz nahm. Unsere Mannschaft spielte in weiß-schwarz, die Gäste aus Steinbach in rot.

Der Spielverlauf

Die Anfangsphase gehört klar den Spatzen, die direkt das Kommando übernehmen und gegen den Verfolger da Spiel dominieren. Steinbach dagegen versucht früh Druck auf die SSV-Hintermannschaft auszuüben, die dies aber nicht beeindruckt. Beide Teams treten im 3-4-3-System an, dabei rotieren die drei Stürmer des SSV immer wieder zwischen ihren Positionen.

Die erste Chance des Spiels hat Lucas Röser, der in der 8. Minute von links bedient wird, den Abschluss kann er aber nicht platziert genug aufs Tor bringen, sodass Ibrahim im TSV-Tor keine Mühe hat. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit häuften sich die Torchancen für die Spatzen. So versuchte es Marcel Schmidts aus der Distanz (16.), Lamar Yarbrough per Kopf (20.) und Andreas Ludwig nach einer schönen Kombination über rechts, als er nur das Außennetz traf (28.). Von den Gästen kam dagegen wenig, nur selten tauchten sie in der Hälfte des SSV, im letzten Drittel quasi nie.

Beim SSV lässt nur das Tor auf sich warten, ansonsten dominiert er das Spitzenspiel und erarbeitete sich viele Möglichkeiten. In der 39. Minute war es dann soweit: Dennis Chessa nutzte einen Fehler im Aufbauspiel des Torhüters, eroberte von ihm den Ball und schob ihn ins leere Tor. Die verdiente Führung währte allerdings nicht lange, denn nach einem Eckball nur drei Minuten nach dem Führungstreffer kam Paul Stock aus 15 Metern zum Abschluss und erzielte mit dem ersten Torschuss den Ausgleich.

Zwölf Minuten waren in der zweiten Halbzeit gespielt, Steinbach spielte einen Eckball clever kurz aus und in der Mitte kam Sören Eismann zum Schuss. Diesen konnte Christian Ortag zwar abwehren, der Ball geht von einem Ulmer Bein aber ins Tor und war aber bereits hinter der Linie, als unsere Spieler ihn klären wollten. Die Antwort des SSV ließ nicht lange auf sich warten: Marcel Schmidts eroberte auf der linken Seite mit einer Energieleistung den Ball, bereitete perfekt vor und Lucas Röser musste ihn nur noch über die Linie drücken (63.).

Nach dem Seitenwechsel ist das Spiel etwas ausgeglichener und beide Mannschaften versuchen das Momentum auf ihre Seite zu ziehen. In der 78. Minute musste der eingewechselte Moritz Hannemann den Platz bereits wieder verlassen, er sah von Schiedsrichter Hildenbrand nach seinem zweiten Foul die gelb-rote Karte. In Unterzahl können die Spatzen kaum mehr Druck aufbauen und konzentrieren sich darauf, die Defensive stabil zu halten. Dies gelingt den Ulmern, denn auch die Gäste können sich keine weiteren Chancen erarbeiten.

Kurz vor dem Ende des Spiels kann Nicolas Jann einen langen Ball am Torhüter vorbei spielen und wird dabei vermeintlich getroffen, der Schiedsrichter entscheidet aber auf Weiterspielen und so endet das Spitzenspiel mit 2:2.

„Es war ein Spitzenspiel, das hat man gesehen, es war vieles drin. Wir haben eine bärenstarke erste Halbzeit gespielt und den Gegner beherrscht – wir dürfen auf keinen Fall mit 1:1 in die Halbzeit gehen. Wir hatten Chancen, wo wir mindestens auf zwei Tore stellen müssen. Natürlich ist es eine Qualität, nach Standardsituationen zurück zu kommen aber das waren auch die einzigen Situationen. Mir hat es gefallen, wie unsere Mannschaft heute von Beginn an total dominant aufgetreten ist. In der zweiten Halbzeit hat es sich ein bisschen ausgeglichen, es gab wenig Chancen auf beiden Seiten. Hinten raus waren wir einen Mann weniger und es gab einige Entscheidungen, die unglücklich waren. “, so SSV-Cheftrainer Thomas Wörle

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