Ob schon Euphorie nach dem Sieg gegen Aue da ist? So die erste Frage an Spatzentrainer Pavel Dotchev auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den MSV Duisburg. „Für Euphorie haben wir gar keine Zeit. Der Sieg war schön. Aber jetzt müssen wir am Sonntag nachlegen“, so der Deutsch-Bulgare.
Das mit dem Nachlegen wird schwer genug. Der MSV Duisburg kommt als Tabellenführer ins Donaustadion, ist seit vier Spielen ungeschlagen und vor allem seitdem ohne Gegentor. Die zweitbeste Defensive der Liga wird den SSV-Torjägern alles abverlangen. Dabei kann Dotchev wieder auf Leon Dajaku bauen, der seine Gelbsperre abgesessen hat. Und dann im besten Fall den nächsten von vielen Siegen holen. „Wenn wir immer einmal gewinnen und dann wieder zwei, dreimal nicht, das würde nicht reichen. Wir müssen eine Serie starten, damit wir ein bisschen Puffer haben, wenn wir Fehler machen“, sagt der Cheftrainer. Das aufzuholende Puffer zum rettenden Ufer beträgt aktuell vier Punkte.
Nachdem schon die Fahrt nach Aue für Dotchev eine Reise in die Vergangenheit war, kommt mit Duisburg der nächste Ex-Club des erfahrenen Trainers. Dabei sieht er durchaus Parallelen: „Als ich Duisburg im Februar 2021 übernommen habe, waren sie auch Vorletzter. Dann haben wir frühzeitig den Klassenerhalt geschafft.“ Und gegen Ex-Clubs scheint Dotchev ja oft gewinnen zu können.
Anpfiff im Donaustadion ist am Sonntag um 13:30 Uhr. Die Spatzen erwarten knapp 10.000 Zuschauer, davon werden etwa 1.200 MSV-Fans die Gästetribüne zum Beben bringen.