16 Punkte haben die Ulmer auf dem Konto, 22 sind es für Erzgebirge Aue. Der Fußball-Fan spricht von einem Sechs-Punkte-Spiel, weil dem direkten Konkurrenten gleichzeitig noch drei Punkte abgenommen werden.
Für Spatzentrainer Pavel Dotchev wird es eine Reise in die Vergangenheit. Von 2015 bis 2017 war der auserkorene SSV-Retter bei dem Ost-Club als Trainer aktiv. Das werde er aber komplett ausblenden, sagt Dotchev. Nur ein bisschen aufpassen müsse er, dass er nicht den Weg in die Heimkabine wählt. Der Fokus sei aber komplett auf der Mission Sieg.
Personell wird es Veränderungen zur knappen Niederlage gegen Wiesbaden geben. In der Innenverteidigung wurde Neuzugang Niko Vukancic bereits zur Halbzeit ausgewechselt, ein weiterer Startelfeinsatz kommt zu früh. Laut Dotchev fehlen ihm oder auch Sturmhoffnung Streli Mamba noch ein paar Prozent für längere Einsätze. Notgedrungen kommt auch ein Wechsel in der Offensive zustande, Leon Dajaku fehlt gelbgesperrt. Welche Optionen von der Bank die beiden ersetzen, lässt Dotchev offen.
Klar ist, dass der Kader noch dünner werden muss. Beim letzten öffentlichen Training standen 27 Mann auf dem Platz, für Dotchev zu viel für einen gesunden Konkurrenzkampf. Man könne aber niemanden vom Hof jagen, so der Cheftrainer.
In der nächsten Zeit könnten trotzdem noch ein paar Gesichter vom Donauufer Abschied nehmen. Hoffentlich mit SSV-Punkten als Argumente im Gepäck. Auf Reisen gehen am Samstag auch SSV-Fans, knapp 400 treten die Fahrt Richtung Erzgebirge an. Anpfiff in Aue ist um 14:00 Uhr.