Stadt Ulm muss Hunderte Grundsteuer-Widersprüche ablehnen

Viele Beschwerden – wenig Erfolg

Zahlreiche Widersprüche gegen Grundsteuerbescheide – doch die meisten sind unbegründet oder falsch adressiert.

Seit dem 20. Januar 2025 verschickt die Stadt Ulm neue Grundsteuerbescheide – und erlebt seither eine Welle an Anfragen: Über 1.000 schriftliche Widersprüche und rund 1.200 Anrufe sind eingegangen. Doch in 80 Prozent der Fälle ist die Stadt nicht zuständig – sondern das Finanzamt.

Widersprüche oft an die falsche Stelle gerichtet

Häufige Beschwerden betreffen Bodenrichtwerte, falsche Flächen oder Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der Grundsteuerreform. Die Stadt kann diese Punkte nicht prüfen und lehnt die meisten Widersprüche ab.

Wichtig: Ein Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung – die Grundsteuer muss trotzdem gezahlt werden. Wer Probleme hat, kann bei höheren Beträgen eine Ratenzahlung beantragen.

Belastungsverschiebungen und Bodenrichtwerte sorgen für Unmut

Die Stadt betont: Zwar bleibt das Gesamtaufkommen der Grundsteuer 2025 stabil, doch für einzelne Eigentümer kann es zu höheren oder niedrigeren Zahlungen kommen – sogenannte Belastungsverschiebungen.

Auch gegen Bodenrichtwerte kann kein direkter Einspruch eingelegt werden. Abhilfe schafft nur ein kostenpflichtiges Gutachten mit mindestens 30 % Abweichung.

Eigentumswechsel aus dem Jahr 2024, bei denen die Bescheide noch an Vorbesitzer gingen, werden derzeit vorrangig bearbeitet.

Das könnte Dich auch interessieren

14.04.2025 Ulm erinnert an ermordeten Zwangsarbeiter Joseph Weiss In Ulm wurde ein neues Mahnmal eingeweiht – es erinnert an Joseph Weiß, einen französischen Zwangsarbeiter, der im April 1945 von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Sein „Vergehen“: Er hatte nach einem Luftangriff ein Paar Filzstiefel mitgenommen. Die Hinrichtung fand fünf Tage vor dem Einmarsch der US-Armee statt. Zwangsarbeit bei der Reichsbahn – und ein tödlicher 11.04.2025 Missbrauch per Livestream: Prozessauftakt in Ulm Am Donnerstag, den 17. April 2025, beginnt vor der 1. Großen Jugendkammer des Landgerichts Ulm ein aufsehenerregender Strafprozess, wie das Landgericht heute mitteilt. Angeklagt ist ein 56-jähriger Mann aus dem Alb-Donau-Kreis. Ihm werden schwerste Sexualstraftaten zur Last gelegt – unter anderem sexueller Missbrauch von Kindern, Anstiftung zu schwerem Missbrauch sowie Besitz und Herstellung kinderpornographischer Schriften. 11.04.2025 Chaos auf der Illertalbahn Seit Tagen fahren ab dem Nachmittag keine Züge mehr zwischen Ulm und Senden. Die Folge: überfüllte Busse, lange Wartezeiten, unklare Informationen. Pendlerinnen und Pendler müssen auf eigene Faust nach Hause kommen. Verkehrsstrategie in Gefahr Die Fahrplanumstellung Ende 2023 sollte eigentlich den Umstieg auf den ÖPNV erleichtern. Stattdessen droht die Strategie von Ulm und Neu-Ulm zu 11.04.2025 Ulm: Parkgebühren werden ab Mai angehoben Die Parkbetriebs-GmbH (PBG) hebt ab Mai 2025 die Entgelte in mehreren Parkhäusern an. Der Kurzparkertarif steigt von derzeit 2,00 Euro pro Stunde auf 2,20 Euro. Diese Änderung betrifft die Parkhäuser Am Bahnhof, Deutschhaus, Salzstadel, Fischerviertel, Theater und CongressCentrumNord. Auch die Tageshöchstsätze werden angepasst. In den Parkhäusern Am Bahnhof, Am Rathaus, Deutschhaus, Salzstadel, Fischerviertel und Theater