Das Geld soll in priorisierte Maßnahmen der Notfallplanung und Gefahrenabwehr fließen. Ab 2028 wird dieser Betrag auf insgesamt eine Million Euro jährlich erhöht, um die Krisen-Projekte weiter auszubauen.
In der jüngsten Sitzung des Gemeinderat Ulm haben Stadtverwaltung und Feuerwehr den aktuellen Umsetzungsstand präsentiert und weitere Vorhaben vorgestellt. Ziel ist es, Ulm noch besser auf mögliche Krisenszenarien wie Pandemien, Stromausfälle, Extremwetter oder Cyberangriffe vorzubereiten und den Schutz der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.
Zu den zentralen Maßnahmen zählen die kontinuierliche Fortschreibung von Alarm- und Einsatzplänen, der Ausbau und die Wartung von Warnsystemen wie Sirenen sowie die Modernisierung der Notstromversorgung und Kommunikationsinfrastruktur. Ein besonderer Fokus liegt auf der Sicherstellung der Einsatzfähigkeit vor Ort. So wird ein modularer Abrollbehälter „Energie“ im Wert von 650.000 Euro vorzeitig beschafft. Dieses System ermöglicht es, im Ernstfall mehrere kritische Infrastrukturen oder Einsatzstellen gleichzeitig mit Strom zu versorgen. Um die wachsenden Aufgaben zu bewältigen, schafft die Stadt zudem eine zusätzliche Personalstelle im Bereich Zivil- und Katastrophenschutz, die bereits im Jahr 2026 besetzt werden soll.
„Ein leistungsfähiger Bevölkerungsschutz beginnt vor Ort. Wenn Städte und Gemeinden gut vorbereitet sind, stärkt das das Sicherheitsgefühl der Menschen. Wir nehmen die aktuellen Herausforderungen sehr ernst und investieren gezielt in unsere Fähigkeiten, um auf unterschiedliche Krisenszenarien vorbereitet zu sein. Mein großer Dank gilt unseren professionellen und gut aufgestellten Einsatzkräften – sowohl den ehrenamtlichen als auch den hauptamtlichen“, betont Oberbürgermeister Martin Ansbacher.