Im Gemeinderat hat Bürgermeisterin Iris Mann jetzt ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgestellt, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken soll. Ziel der Stadt ist es, Einsamkeit frühzeitig entgegenzuwirken und gleichzeitig gesundheitliche sowie soziale Folgen zu reduzieren. Denn: Einsamkeit kann sowohl psychisch als auch körperlich belasten und wirkt sich langfristig auch auf das gesellschaftliche Miteinander aus.
Ein zentraler Baustein ist das Netzwerk gegen Einsamkeit, das seit 2025 Akteure aus Politik, Sozialarbeit, Gesundheitswesen und Vereinen zusammenbringt. Hier werden Erfahrungen ausgetauscht und neue Projekte angestoßen. Parallel bündelt die Initiative „Ulm trifft sich“ bestehende Angebote und entwickelt neue Formate, um gezielt Menschen zu erreichen, die sich allein fühlen.
Ganz konkret setzt die Stadt auf niedrigschwellige Begegnungsangebote: Bei „Gemeinsam unterwegs in Ulm“ treffen sich Bürger zu Spaziergängen in den Stadtteilen. Mit „Gemeinsam genießen in Ulm“ werden Koch- und Essensangebote organisiert, die unabhängig von Sprache oder Herkunft Menschen zusammenbringen.
Zusätzlich will die Stadt das bürgerschaftliche Engagement stärken. In Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen sollen mehr Menschen für ehrenamtliche Arbeit gewonnen und bestehende Angebote inklusiver gestaltet werden.
Auch die Bürger selbst sollen stärker eingebunden werden: Geplant ist eine Online-Befragung, um Wünsche und Bedürfnisse für neue Begegnungsformate zu ermitteln. Auf dieser Basis sollen weitere Angebote entstehen und bestehende Maßnahmen gezielt erweitert werden.
Oberbürgermeister Martin Ansbacher betont die Bedeutung des Themas: Ulm wolle ein klares Zeichen setzen und niemanden allein lassen. Einsamkeit zu bekämpfen sei eine zentrale Aufgabe für die Zukunft der Stadtgesellschaft.