Die Preise für Lebensmittel steigen, und das wirkt sich auf das Einkaufsverhalten vieler Verbraucher aus. Laut einer aktuellen Umfrage von YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur haben 57 Prozent der Befragten ihre Einkaufsgewohnheiten infolge der steigenden Preise geändert.
Viele wechseln häufiger vom Supermarkt zum Discounter. Zudem achten 71 Prozent stärker auf Sonderangebote und Rabatte. Ein gutes Drittel kauft insgesamt seltener oder weniger ein. Auf frische Produkte wollen die meisten dennoch nicht verzichten: Fast 56 Prozent geben an, genauso viele frische Lebensmittel wie vorher zu kaufen, bei fünf Prozent landen sogar mehr frische Produkte im Wagen als zuvor.
Ein auffälliger Trend: 84 Prozent der Umgestellten achten darauf, weniger Lebensmittel wegzuwerfen. Reste werden kreativ verwertet, und etwa die Hälfte isst häufiger noch haltbare, abgelaufene Produkte, solange sie noch gut aussehen.
Diejenigen, die ihr Einkaufsverhalten nicht geändert haben, begründen das vor allem damit, dass sie ohnehin schon sparsam einkaufen, genug Geld für Lebensmittel haben oder die Preissteigerungen kaum wahrgenommen haben.
Die Zahlen sprechen jedoch für sich: Laut Statistischem Bundesamt lag die Teuerungsrate bei Lebensmitteln im Juli 2025 bei rund 2,2 Prozent, einzelne Produkte wie Schokolade verteuerten sich sogar um fast 19 Prozent, Obst um 7,6 Prozent, Milch und Eier um 4,1 Prozent.
Die Umfrage zeigt deutlich, wie stark Preissteigerungen die Alltagsentscheidungen der Deutschen beeinflussen – vom Einkaufsort bis zur Resteverwertung.