Der Wahlkrimi in Ehingen geht in die nächste Runde! Am Sonntag, 25. Oktober, entscheiden die Ehinger, wer ihr neuer Oberbürgermeister wird. Tobias Huber hat den Sieg im ersten Wahlgang mit 49,6 Prozent der Stimmen hauchdünn verpasst. Jetzt muss er gegen Martin Krämer ran, der 30 Prozent holte. Beide sind CDU-Mitglieder, treten aber unabhängig von ihrer Partei an.
Der 33-Jährige ist schon Sozialbürgermeister in Ehingen und kennt das Rathaus aus seiner täglichen Arbeit. Huber ist im Ehinger Teilort Kirchbierlingen aufgewachsen und arbeitet seit 2020 für die Stadt.
Seine Pläne: Schulen sanieren, die Kinderbetreuung verbessern und die Verwaltung digitaler machen. Auch bessere Busverbindungen, Radwege und die Unterstützung der Vereine stehen auf seiner Liste.
Martin Krämer ist 49 Jahre alt und seit 2018 Bürgermeister von Obermarchtal. Außerdem sitzt er im Kreistag des Alb-Donau-Kreises.
Seine Pläne: Er setzt vor allem auf bezahlbare Wohnungen, gute Schulen und Kitas sowie eine starke Wirtschaft. Dafür möchte er unter anderem eine städtische Wohnungsbaugesellschaft schaffen. Auch die Vereine und die Ehinger Teilorte will er stärken.
Hinweis: Die Interviews mit Tobias Huber und Martin Krämer hatten wir vor dem ersten Wahlgang aufgezeichnet.
Mehr als jeder zweite Wahlberechtigte blieb beim ersten Wahlgang zu Hause! Gerade einmal 47,1 Prozent haben ihre Stimme abgegeben. Der scheidende Oberbürgermeister Alexander Baumann zeigte sich mit der Beteiligung unzufrieden und ruft die Ehinger dazu auf, bei der Stichwahl wählen zu gehen.
Am 25. Oktober fällt die endgültige Entscheidung. Dann reicht die einfache Mehrheit: Wer die meisten gültigen Stimmen bekommt, wird neuer Oberbürgermeister. Baumann selbst tritt nach 16 Jahren im Amt nicht mehr an. Seine Amtszeit endet am 21. Dezember 2026.
Alle offiziellen Infos der Stadt Ehingen zur Stichwahl findet ihr hier.