Eine Tüte voller Nüsse für frischgebackene Mütter! Zur Weltstillwoche vom 28. September bis zum 4. Oktober hat sich die Frauenklinik des Universitätsklinikums Ulm etwas Besonderes ausgedacht. Gemeinsam mit dem Förderkreis für intensivpflegebedürftige Kinder Ulm verteilt sie kleine Tüten mit sogenanntem „Stillfutter“ an werdende und frischgebackene Mütter. Auch auf den Früh- und Neugeborenenstationen gibt es die kleine Stärkung. Die Aktion steht unter dem diesjährigen Motto „Stillen. Deine Superkraft“ und soll auf die Bedeutung von Muttermilch aufmerksam machen.
Muttermilch passt sich den Bedürfnissen des Babys an und enthält wichtige Nährstoffe und Abwehrstoffe. Sie unterstützt das Immunsystem und kann das Risiko für bestimmte Infektionen verringern. Auch für Frühgeborene und kranke Neugeborene kann Muttermilch besonders wertvoll sein. Aber auch die Gesundheit der Mutter kann vom Stillen profitieren. Unter anderem ist Stillen mit einem geringeren Risiko für Brust- und Eierstockkrebs verbunden. Mit der Aktion möchte das Klinikum über diese Vorteile informieren. Gleichzeitig betont die Frauenklinik, dass die Entscheidung für oder gegen das Stillen ganz persönlich ist und jede Mutter individuell unterstützt werden soll.
Die kleinen Tüten enthalten eine Nussmischung, angelehnt an das bekannte Studentenfutter. Sie werden während der Weltstillwoche in den geburtshilflichen Bereichen und auf den Früh- und Neugeborenenstationen verteilt. Möglich macht die Aktion der Förderkreis für intensivpflegebedürftige Kinder Ulm. Der Verein wurde 1988 gegründet und unterstützt Familien mit früh- oder krankgeborenen Kindern. Mittlerweile zählt er mehr als 800 Mitglieder.
Die Frauenklinik des Universitätsklinikums Ulm trägt seit 2024 die Auszeichnung „Babyfreundlich“. Dahinter steckt eine gemeinsame Initiative der Weltgesundheitsorganisation WHO und des Kinderhilfswerks UNICEF. Ziel ist es, Eltern und ihre Babys von Anfang an bestmöglich zu begleiten. Dazu gehören unter anderem geschultes Personal, Unterstützung beim Stillen und die Möglichkeit, direkt nach der Geburt ausgiebig Hautkontakt mit dem Neugeborenen zu haben. Wer sein Kind nicht stillen möchte oder kann, erhält ebenfalls Informationen und Unterstützung zu alternativen Ernährungsformen.