Störungen im Stuttgarter Bahnverkehr dauern an

Auch Ulmer Züge sind betroffen

Nach einem Kurzschluss am Wochenende ist der Verkehr am Stuttgarter Hauptbahnhof noch immer aus dem Takt. Zumindest der Ersatzfahrplan scheint zu funktionieren.

Reisende in der Region Stuttgart brauchen nach einem Schaden an der Oberleitung weiter Geduld. «Unsere Techniker arbeiten seit dem Wochenende mit Hochdruck», versicherte ein Bahnsprecher am Montag. Trotzdem können nur einzelne Züge den Hauptbahnhof anfahren. Es gelte nach wie vor der Ersatzfahrplan mit Umleitungen, Halt- und Zugausfällen.

Einige Züge aus und nach Norddeutschland fahren nach Angaben der Bahn in Mannheim oder Heidelberg los. Züge zwischen Mannheim/Heidelberg/Karlsruhe und Ulm halten ersatzweise in Esslingen am Neckar, Züge zwischen Karlsruhe und Nürnberg werden über Ludwigsburg umgeleitet. Die Bahnen Richtung Schweiz fahren Stuttgart-Vaihingen an, der Fernverkehr nach Frankreich fällt zwischen Stuttgart und Karlsruhe aus. Die S-Bahnen verkehren im Halbstundentakt.

Ein Sprecher der Bahn bezeichnete die Lage am ersten Werktag nach dem Kurzschluss als «weitestgehend stabil». Auch im Berufsverkehr sei Chaos ausgeblieben. Die Züge im Nah-, Regional- und Fernverkehr seien trotz der Ausfälle nicht überfüllt, sagte der Sprecher. Es komme kaum zu Verspätungen.

Die Reparaturen am Hauptbahnhof können sich laut Bahn jedoch noch ziehen. Bis mindestens Donnerstag müssen sich Fahrgäste auf Verzögerungen einstellen. Es sei nicht auszuschließen, dass die Arbeiten an der Strecke möglicherweise länger dauern, sagte der Bahnsprecher. Die Deutsche Bahn empfiehlt, sich über www.bahn.de/reiseauskunft, im DB Navigator oder telefonisch unter der Rufnummer +49 30 2970 zu informieren, welche Verbindungen möglich sind.

Am Samstag hatte es nach Angaben des Konzerns einen Kurzschluss in einer Oberleitung gegeben, zahlreiche Elemente der Leit- und Sicherungstechnik wie Signale und Weichen wurden dadurch beschädigt. S-Bahnen, Regionalzüge und der Fernverkehr standen stundenlang still. Zahlreiche Passagiere strandeten am Hauptbahnhof in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Im Laufe des Sonntags stabilisierte sich der Verkehr nach und nach etwas, seitdem gilt ein Ersatzfahrplan.

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