Die Stadt Biberach kann auf ein insgesamt ruhigeres Kriminaljahr 2025 zurückblicken. Laut der aktuellen polizeilichen Kriminal- und Verkehrsstatistik wurden 1.647 Straftaten registriert – zwölf Prozent weniger als im Vorjahr. Besonders positiv: Wohnungseinbrüche, Straßenkriminalität und Aggressionsdelikte gingen deutlich zurück, während die Aufklärungsquote mit 68 Prozent stabil blieb.
Partnergewalt steigt deutlich
Trotz des allgemeinen Rückgangs gibt es besorgniserregende Entwicklungen bei der Partnergewalt. Mit 53 gemeldeten Fällen stieg die Zahl im Vergleich zu 2024 um 43 Prozent. Polizeioberrat Stefan Prießner betont die Bedeutung von Beratungsangeboten, mahnt jedoch, dass diese nur wirksam seien, wenn sie auch genutzt werden.
Mehr Verkehrsunfälle, aber keine Todesopfer
Im Bereich Verkehr stieg die Zahl der Unfälle von 410 auf 464, Verletzte gab es mehrfach, tödliche Unfälle blieben aber aus. Hauptursachen seien Missachtung der Vorfahrtsregelung, zu schnelles Fahren und falsches Abbiegen. Die Polizei setzt weiterhin auf intensive Verkehrsüberwachung, insbesondere an bekannten Unfallhäufungsstellen.
Fokus auf Prävention und Präsenz
Die Polizei Biberach legt Wert darauf, das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken. Dazu gehören verstärkte Präsenz in der Innenstadt, im Umfeld des Bahnhofs und bei öffentlichen Veranstaltungen. Auch Themen wie Tuning, Posing und kleinere Delikte rund um Jugendliche werden aufmerksam beobachtet.
Insgesamt zeigt die Statistik: Die Stadt Biberach ist weiterhin eine der sichersten Städte in Baden-Württemberg.