Im Zentrum steht Elli, eine junge Notfallsanitäterin mit Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, kurz ADHS, die ihre Andersartigkeit mehr als Superkraft versteht, weniger als Problem – auch wenn das nicht immer ganz reibungslos läuft.
Und so meistert sie berufliche Herausforderungen, chaotische Momente und persönliche Geheimnisse – und das Ganze vor der traumhaften Kulisse des Karwendelgebirges zwischen Bayern und Tirol. Die erste Folge zeigt Elli an ihrem ersten Arbeitstag in der Rettungsstelle Karwendel Nord. Sie eckt natürlich direkt an, rettet aber auch direkt Leben. Die quirlige Elli muss dabei lernen, mit Regeln und Hierarchien klarzukommen, was ihr auch wegen ihrer Neurodivergenz ab und zu schwerfällt. In der zweiten Folge steht sie vor der Aufgabe, wichtige Entscheidungen zu treffen, denn die trifft sie oft spontan und unkonventionell. Elli verzettelt sich dabei gerne, aber ohne den Überblick zu verlieren.
Die Serie verzichtet auf Bewertungen und zeigt stattdessen, wie ADHS auch ein besonderes Gespür für Menschen und Situationen sein kann. Kreativ, impulsiv und empathisch – so wird Elli zu einer Heldin des Alltags mit 180-Grad-Blick.
Besonders schön ist das Zusammenspiel von Klara Deutschmann als Elli und Clelia Sarto als dynamisches Mutter-Tochter-Duo. Und auch wenn man sich hier irgendwo zwischen den ZDF-Erfolgsserien „Der Bergdoktor“ und „Frühling“ wähnt, ist „Einfach Elli“ doch irgendwie… anders. Die Erkenntnis: Neurodivergenz kann auch eine Gabe sein! Bisher gibt’s es nur zwei Folgen zu jeweils rund 90 Minuten – die sind aber wirklich sehenswert!
„Einfach Elli“ – jetzt in der ZDF-Mediathek.