Streiks bei der AOK Baden-Württemberg

Warnstreiks

Die Gewerkschaft ver.di ruft erneut zu Warnstreiks auf, diesmal bei der AOK Baden-Württemberg. Das soll vor der dritten Verhandlungsrunde im bundesweiten Tarifstreit Druck ausüben.

Am Donnerstag sind viele Niederlassungen in Baden-Württemberg, darunter auch Ulm-Biberach und Bodensee-Oberschwaben, zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen. In Stuttgart findet an dem Tag eine Versammlung statt.

Verhandlungen stocken

ver.di rechnet am Donnerstag daher mit starken Einschränkungen für Versicherte bei der AOK. Die Gewerkschaft fordert für die Tarifbeschäftigten eine Erhöhung der monatlichen Vergütung um 7,5 Prozent, mindestens aber um 375 Euro und die Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 150 Euro, jeweils ab 1. Januar 2026, bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Zuletzt hat die Arbeitgeberseite nach sechs Nullmonaten eine Erhöhung ab dem 1. Juli 2026 um zwei Prozent, und weitere zwei Prozent ab dem 1. Juli 2027 angeboten. Ver.di hat das abgelehnt. Durchschnittlich verdienen AOK-Beschäftigte weniger als bei anderen Krankenkassen. In Baden-Württemberg sind rund 11.500 Arbeitnehmer bei der AOK angestellt. Die dritte Verhandlungsrunde startet am 17. März.

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