Streit um Müllgebühren: Kreis Neu-Ulm entscheidet am Mittwoch

Korrektur oder Kurs halten?

Das neue Müllgebühren-System im Kreis Neu-Ulm sorgt für Ärger und Protest – teils drohen massive Kostensteigerungen. Am Mittwoch berät der Werkausschuss des Neu-Ulmer Kreistags darüber.

Am Mittwoch entscheidet der Werkausschuss des Neu-Ulmer Kreistags, ob das umstrittene neue Müllgebührensystem bleibt oder geändert wird. Die öffentliche Sitzung beginnt um 14 Uhr im Landratsamt. Mit dabei: die Bürgermeister der elf betroffenen Kommunen, die der Rückübertragung der Abfallwirtschaft an den Kreis zugestimmt hatten.

Korrektur oder Kurs halten?

Die neuen Gebühren für Tonnen, Leerungen und Grundgebühr hatten in den Kommunen für viel Ärger gesorgt. Besonders Familien kritisieren die an die Personenzahl gekoppelte Grundgebühr – auch Babys werden mitgezählt. In manchen Orten, wie Weißenhorn, könnten sich die Kosten ab Januar 2026 mehr als verdoppeln. Eine Online-Petition dagegen wurde bereits von rund 7000 Menschen unterschrieben.

Nach dem öffentlichen Protest kündigten Landrätin Eva Treu und der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Neu-Ulm (AWB) an, die Kalkulation nochmals zu prüfen und Alternativmodelle vorzulegen.

Kommt es am Mittwoch zu einer Einigung, sollen die Bürger bei zwei Terminen informiert werden: am Freitag, 27. Juni, um 18 Uhr in Buch (Rotthalhalle) und am Samstag, 28. Juni, um 10 Uhr in Weißenhorn (Fuggerhalle).

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