Streit um Schifffahrt auf Bodensee beigelegt - was das heißt

Konflikt um Finanzen

Ein Disput um Ticketgelder sorgt dafür, dass Schweizer Schiffe nicht mehr nach Konstanz fahren. Eine Einigung war lange nicht in Sicht. Nun aber gibt es eine Lösung. Was das für die Fahrgäste bedeutet.

Im Ticket-Streit am Bodensee zwischen deutschen und Schweizer Schifffahrtsunternehmen haben sich die Betroffenen auf eine Lösung verständigt. Laut Mitteilung der deutschen Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) sollen die Schiffe der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrt (SBS) ab der Saison 2027 wieder gemäß Fahrplan den Konstanzer Hafen anfahren.

Differenzen beigelegt

Ferner hätten sich die Unternehmen darauf verständigt, eine Vereinbarung aus dem Jahr 2017 wieder in Kraft zu setzen, hieß es weiter. «In dieser ist unter anderem geregelt, dass SBS und BSB auf der Strecke Konstanz-Mainau-Unteruhldingen-Meersburg die Tickets der jeweils anderen Schifffahrtsgesellschaft auf den eigenen Schiffen anerkennen.»

In den kommenden Wochen wollen sich die Unternehmen den Angaben nach über die Ausgestaltung der Regelungen für die Saison 2027 verständigen. «Ziel ist eine tragfähige und für beide Seiten ausgewogene Lösung.»

Konflikt um Finanzen

In der aktuellen Saison hatten die Schweizer Konstanz vom Fahrplan gestrichen. Laut SBS hatten ihre Schiffe dort wiederholt Tausende Passagiere mitgenommen, die nur über ein Ticket der BSB verfügten – aus Kulanz, wie es hieß. Eine finanzielle Entschädigung habe es dafür nie gegeben. «Wir haben die Leistung erbracht, die BSB hat kassiert», kritisierte SBS-Chef Benno Gmür.

Die deutsche Seite hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Es habe lange eine Vereinbarung gegeben, die die gegenseitige Anerkennung von Tickets regelte. Diese habe die SBS jedoch 2023 gekündigt.

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