Streit um sechs alte Platanen in Neu-Ulm: Anwohner kämpfen gegen die Fällung jahrzehntealter Bäume

Gegen die Fällung läuft auch eine Klage

Sechs jahrzehntealte Platanen in Neu-Ulm sollen gefällt werden – dagegen formiert sich Widerstand. Anwohner und Umweltgruppen kämpfen für den Erhalt der Bäume in der Schillerstraße.

Sechs mehr als 60 Jahre alte Platanen in der Neu-Ulmer Schillerstraße sollen gefällt werden – und genau dagegen gibt es jetzt Protest. Anwohner und Umweltgruppen wollen verhindern, dass die Bäume verschwinden. Mit Plakaten direkt an den Platanen machen sie auf die geplante Fällung aufmerksam.

Warum sollen die Bäume weg?

Genau das ist der Knackpunkt: Öffentlich ist nicht bekannt, warum die Eigentümergemeinschaft die sechs Platanen fällen lassen will. In einer Mitteilung der Umweltgruppen wird auch kein konkreter Grund genannt. Dort wird stattdessen auf die Bedeutung der alten Bäume hingewiesen: Sie spenden Schatten, filtern Feinstaub, binden Kohlendioxid und bieten Lebensraum für Vögel.

Die Gegner der Fällung fordern deshalb, die Bäume zu erhalten und weiter zu pflegen.

Gegen die Fällung läuft eine Klage

Der Streit ist auch schon vor Gericht gelandet. Der Initiator der entsprechenden Petition „Neu-Ulm: Platanen retten“ hat nach eigenen Angaben eine Anfechtungsklage gegen den Beschluss zur Fällung eingereicht. Anfang September teilte er mit, dass die Schriftsätze bereits ausgetauscht worden seien. Ein Gerichtstermin stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest.

Parallel läuft die öffentliche Aktion weiter. Auf den Plakaten an den Bäumen stehen Sätze wie „Ich spende Schatten. Man plant mein Ende.“ oder „60 Jahre gewachsen. Ein Tag gefällt?“.

Wer steckt hinter dem Protest?

Hinter der Aktion stehen direkte Anwohner und Umweltgruppen aus der Region. Eine zentrale Rolle spielt dabei das KlimaNetz Ulm, ein Zusammenschluss verschiedener lokaler Initiativen und Verbände, die sich mit Klima- und Umweltthemen beschäftigen.

Ihr Ziel in diesem Fall: Die sechs alten Platanen in der Schillerstraße sollen stehen bleiben. Ob das gelingt, ist offen.

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