Studie: Viele Autofahrer im Südwesten missachten Blinkregeln

Im Kreisverkehr blinkt etwa jeder Dritte im Südwesten falsch, zeigt eine Untersuchung. Warum das korrekte Signal so wichtig ist - und welche Konsequenzen drohen.

Auf den Straßen im Südwesten fahren nach Einschätzung des Auto Clubs Europa (ACE) immer noch zahlreiche Blink-Muffel. Eine aktuelle Studie des Clubs ergab, dass 30,5 Prozent der Autofahrerinnen und -fahrer im Kreisverkehr nicht korrekt blinkten, wie ein Sprecher mitteilte.

Dabei sei das Signalsetzen im Kreisverkehr recht einfach, hieß es. Fährt man in den Kreisverkehr hinein, lässt man den Blinker einfach aus – so vermeidet man Verwirrung. Beim Verlassen ist das Lichtzeichen am Auto aber unerlässlich und sollte möglichst früh gesetzt werden. Das Signal zeigt anderen Verkehrsteilnehmern und auch Fußgängern, wohin man möchte.

Wer falsch oder gar nicht blinkt, riskiert sogar ein Verwarnungsgeld: zehn Euro, auch wenn kein Unfall verursacht wurde. Dasselbe gilt auch für das Blinken beim Einfahren in den Kreisverkehr.

Autoclub: Monatelange Beobachtung
Der ACE hat nach eigenen Angaben bis August mehrere Monate lang das Verhalten in baden-württembergischen Kreisverkehren beobachtet. Rund 11.300 Verkehrsteilnehmer wurden registriert, darunter waren etwa 9.400 Autofahrer. Auch Fahrräder, Motorräder, Busse und Nutzfahrzeuge kamen in die Auswertung.

Von den 87 beobachteten Fahrradfahrern verzichteten knapp drei Viertel auf das nötige Handzeichen, wie der Club berichtete. Bei Bussen und Nutzfahrzeugen lag die Fehlerquote beim Blinken bei rund 30 Prozent, bei Motorrädern und Mofas bei rund 29 Prozent.

Auswertung bereits 2024
Neu ist das Thema Blinken für den ACE nicht. Der Club legte bereits im vergangenen Jahr eine bundesweite Studie auf der Basis von knapp 20.000 Verkehrsteilnehmern vor. Damals machten deutschlandweit knapp ein Viertel (24,7 Prozent) der erfassten Autofahrer Fehler beim Blinken im Kreisverkehr.

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