Stuttgart: Diesel-Musterklage gegen Mercedes - Entscheidung erwartet

Im Zuge des Dieselskandals wollen Verbraucherschützer Schadenersatz für rund 2800 Mercedes-Kunden erstreiten. Nun wird eine Entscheidung erwartet.

Im Musterverfahren gegen Mercedes-Benz im Zuge des Dieselskandals soll an diesem Donnerstag eine Entscheidung fallen. Das Oberlandesgericht Stuttgart hat für 9.00 Uhr in der Sache einen Verkündungstermin angesetzt. Das Verfahren hatte im Juli 2022 begonnen, war wegen erwarteter Grundsatz-Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) und des Bundesgerichtshofs (BGH) in dem Komplex aber mehrfach verschoben worden.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte im Jahr 2021 im Zusammenhang mit dem Dieselskandal die sogenannte Musterfeststellungsklage eingereicht. Im Kern wirft der Verband dem Stuttgarter Autobauer die bewusste Manipulation von Abgaswerten vor und will Schadenersatz für betroffene Kundinnen und Kunden erstreiten. Würde den mehr als 2800 Autobesitzern, die sich nach vzbv-Angaben der Klage angeschlossen haben, ein Recht auf Schadenersatz zugesprochen werden, müssten sie dieses noch selbst durchsetzen.

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