Südschwarzwald: Dem größten Regenwurm Europas wird’s zu heiß

Riesenwurm

Bis zu 60 Zentimeter lang, extrem selten und nur im Südschwarzwald zu Hause: Der Badische Riesenregenwurm gerät durch Hitze und trockene Böden immer stärker unter Druck. Experten warnen, dass ihm langsam der Lebensraum ausgeht.

Der Riesenwurm zieht sich immer weiter zurück

Der Badische Riesenregenwurm ist ein echter Gigant: Er kann bis zu 60 Zentimeter lang und rund 20 Jahre alt werden. Zu finden ist er ausschließlich im Südschwarzwald. Aber da verändern sich seine Lebensbedingungen. Der Wurm mag es kühl und feucht. Weil es häufiger heiß und trocken wird, zieht er sich laut BUND schon in immer höhere Lagen zurück.

Das Problem: Viel weiter nach oben geht es kaum noch. Der Riesenregenwurm lebt schon in den höchsten Bereichen des Südschwarzwalds.

Auch tief im Boden wird es trockener

Bei großer Hitze kann sich der Wurm bis zu zwei Meter tief in den Boden zurückziehen. Da ist er erstmal besser geschützt. Wenn Hitzewellen aber häufiger und länger auftreten, trocknen auch tiefere Bodenschichten immer stärker aus.

Besonders gefährdet sind vor Allem die jungen Würmer. Sie verbringen ihr erstes Lebensjahr eher in den oberen Bodenschichten und sind Hitze und Trockenheit damit stärker ausgesetzt.

Wie viele Riesenregenwürmer gibt es noch?

Wie viele Tiere es überhaupt noch gibt, weiß man nicht. Über den Bestand des Badischen Riesenregenwurms gibt es kaum Daten und Untersuchungen. Auch die Suche nach den Tieren ist schwierig: Sie reagieren empfindlich auf Erschütterungen und verschwinden schnell wieder im Boden.

Zusätzlich verändert sich ihr Lebensraum. Der Riesenregenwurm fühlt sich besonders in den sauren Böden unter Nadelbäumen wohl. Verschwinden diese Wälder, verändern sich auch die Bedingungen im Boden – und damit der Lebensraum des seltenen Riesenwurms.

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