Der Umsatz der befragten Betriebe im vergangenen Jahr ist nur leicht, um 0,5 Prozent gestiegen. Insgesamt lag der Umsatz bei rund 15,1 Milliarden Euro. Gleichzeitig ist der Inlandsanteil am Umsatz deutlich zurückgegangen. Südwestmetall macht dafür unter anderem hohe Bürokratie, steigende Sozialabgaben und hohe Standortkosten in Deutschland verantwortlich.
Mehr als die Hälfte der Betriebe hatte im vergangenen Jahr nur eine sehr geringe Ertragslage. 16 Prozent der Unternehmen schrieben sogar rote Zahlen. Dadurch fehle vielen Firmen das Geld für Investitionen, sagte der Vorsitzende der Bezirksgruppe Ulm, Oliver Wirth, bei der Vorstellung der Zahlen.
Gleichzeitig verlagern Unternehmen offenbar mehr Investitionen ins Ausland. Der geplante Anteil an Auslandsinvestitionen hat sich laut Südwestmetall im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Hauptgründe seien hohe Arbeitskosten, Bürokratie und Energiekosten in Deutschland.
Hier sehen wir, dass sich die ungünstigen Standortfaktoren in Deutschland bereits auf die Investitionsentscheidungen der Unternehmen auswirken, so Stefan Halder, Stellvertretender Geschäftsführer Südwestmetall in Ulm.
In den regionalen Metall- und Elektrobetrieben sind aktuell gut 55.300 Menschen beschäftigt. Trotz schwieriger Lage halten die Betriebe laut Südwestmetall weitgehend an ihrer Stammbelegschaft fest. Für 2026 wird allerdings ein leichter Arbeitsplatzabbau von knapp 100 Stellen erwartet.
Positiv bewertet Südwestmetall die Ausbildungslage: In der Region Ulm, im Alb-Donau-Kreis und im Kreis Biberach gibt es derzeit mehr als 2.700 Auszubildende in der Branche. Allerdings ist noch knapp ein Viertel der angebotenen Ausbildungsstellen unbesetzt.
Für dieses Jahr blicken die Unternehmen etwas optimistischer nach vorne. 69 Prozent der befragten Betriebe rechnen 2026 mit steigenden Umsätzen.