Süße Rettung für Merklingens stolzen Kirchturm

Schwaben hält zusammen!

Für die Sanierung des 61 Meter hohen, dringend renovierungsbedürftigen Merklinger Kirchturms backten 48 Helfer einen riesigen Apfelstrudel. Die Idee ging auf!

Merklingen auf der schwäbischen Alb zeigt, wie Kreativität und Gemeinschaft Berge versetzen – oder in diesem Fall: 171 Meter Apfelstrudel.

Der 61 Meter hohe Kirchturm der Gemeinde ist das Wahrzeichen der Ortschaft. Seit den 1980er-Jahren jedoch nagt der Zahn der Zeit an dem stolzen Bauwerk: Faule Balken, Feuchtigkeit und Pilzbefall machen eine Sanierung dringend nötig. Rund 950.000 Euro werden für die Renovierung benötigt – nach Fördergeldern und Zuschüssen fehlen noch 238.000 Euro.

Die Lösung kam auf überraschend süße Weise: 48 Helfer, angeführt von Wirt Andreas Hintz vom Gasthaus Ochsen, backten einen gigantischen Apfelstrudel. Geplant waren 61 Meter – genau so hoch wie der Kirchturm. Am Ende wurden daraus unglaubliche 171 Meter. Über 2.000 Portionen fanden innerhalb von zwei Stunden neue Besitzer. Der Erlös: 25.200 Euro, unterstützt von ortsansässigen Unternehmen, die den Betrag zusätzlich aufstockten.

Die Aktion brachte nicht nur Geld für den Turm, sondern auch die Menschen der Gemeinde zusammen. Helfer, Bürgermeister, Pfarrer und Musiker – alle packten mit an, lachten, schnitten Strudel und genossen das Miteinander. Merklingen zeigt: Wenn es ernst wird, hält man zusammen – und manchmal hilft eben auch ein Apfelstrudel.

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