Suizidprävention: Schulung für Schüler aus dem Kreis Biberach

Schulung für Schüler

Die Caritas bietet am 5. Mai in Biberach eine Schulung für Schüler zum Thema Suizid an. Interessierte Schüler können sich jetzt anmelden.

Am 5. Mai findet in Biberach erstmals eine Schulung für Suizidprävention der Caritas statt. Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse können sich hier zum Thema Suizid weiterbilden und lernen über Themen wie Krise oder Suizidalität zu sprechen. Interessierte Schüler können sich jetzt anmelden.

[U25] ist ein bundesweites online Projekt der Caritas, bei dem junge Ehrenamtliche online Jugendliche beraten, die sich das Leben nehmen wollen. Hier können sich junge Menschen unter 25 Jahren anonym Unterstützung bei Krisen und Selbstmordgedanken holen. Julia Tiertze und Daniela Fiedler von [U25] Biberach bieten neben der online Beratung auch Präventionsangebote an Schulen im Kreis Biberach-Saulgau an. Doch die Nachfrage ist enorm, sodass sie dringend Unterstützung für [U25] suchen.

Die Multiplikatorenschulung bietet eine neue Möglichkeit, Schüler ab der siebten Klasse für das Thema Suizid zu sensibilisieren. Schüler sollen dabei nicht die Rolle der Experten einnehmen, sondern lernen über diese Themen zu sprechen und Hilfsangebote unterbreiten, wie beispielsweise das Beratungsangebot von [U25]. Die Schulung findet am 5. Mai von 8:30 Uhr bis 13:00 Uhr im Gemeindepsychiatrischen Zentrum, in der Saulgauer Straße 52 in Biberach statt. Anmeldung erfolgt per Mail über u25@caritas-biberach-saulgau.de.

Das ganze Interview über die Multiplikatorenschulung gibt es hier:

Über 450 Jugendliche haben sich in Deutschland das Leben genommen

Über 9.000 Menschen nahmen sich im Jahr 2021 in Deutschland das Leben, 495 davon sind Jugendliche und junge Menschen unter 25 Jahren. Die Präventionsarbeit der [U25] ist nach wie vor wichtig, um gerade jungen Menschen, die eine Krise haben, zu helfen.

Gerade in Krisensituationen kann darüber reden leben retten. Es ist ganz wichtig, dass Betroffene das Gefühl haben, sie können darüber reden. (Fiedler)

Insbesondere in Schulen fehle es häufig an Beratungsangeboten, wie das Deutsche Schulbarometer über das Angebot an Schulsozialarbeit und Schulpsychologie im Jahr 2022 berichtet. Demnach sehen 48 Prozent der Schulleitungen, an deren Schule es Angebote der Schulsozialarbeit gibt, die Unterstützung für ihre Schüler als nicht ausreichend abgedeckt an. Dabei geben 69 Prozent der Schulleitungen an, dass es an ihren Schulen ein Angebot der Schulsozialarbeit gäbe.

Hier möchte [U25] mit ihrer Multiplikatorenschulung ansetzen. Betroffene Schüler könnten von Gleichaltrigen erfahren, wo es Hilfsangebote, jenseits der Schulangebote gibt. Das Thema soll über die Multiplikatoren mehr in den Schulalltag gebracht werden und so das Tabu über Suizidalität gebrochen wird und mehr darüber geredet wird.

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