Super-G in Kitzbühel: Doppelerfolg auf der Streif

Ski alpin · Weltcup Männer · Kitzbühel

Drei Hundertstel entscheiden auf der Streif: Marco Odermatt setzt sich im Super-G von Kitzbühel hauchdünn durch – und führt einen Schweizer Doppelsieg an.

Der Super-G hat das traditionsreiche Hahnenkamm-Wochenende in Kitzbühel eröffnet. Gefahren wurde auf der berühmten Streif, einer der schwierigsten Skipisten der Welt. Das Rennen war hochklassig und extrem knapp.

Am Ende setzte sich erneut Marco Odermatt durch. Der Schweizer gewann den Super-G in 1:08,41 Minuten und verteidigte damit seinen Sieg aus dem Vorjahr.

Schweizer Präzision gibt den Ausschlag

Obwohl Odermatt in keinem Streckenabschnitt die Bestzeit fuhr, war er insgesamt der konstanteste Fahrer. Entscheidend war ein Abschnitt kurz vor dem Ziel, die sogenannte Traverse nach der Hausbergkante. Dort wählte er die bessere Linie und machte den Unterschied.

Damit verwies er seinen Teamkollegen Franjo von Allmen (siehe Bild) um nur 0,03 Sekunden auf Platz zwei. Dritter wurde der Österreicher Stefan Babinsky, der 0,25 Sekunden Rückstand hatte.

Für Odermatt war es der achte Saisonsieg, der 53. Weltcupsieg seiner Karriere – und bereits sein 99. Podestplatz. Der Schweizer Doppelsieg unterstrich einmal mehr die aktuell starke Rolle der Schweiz in den schnellen Ski-Disziplinen.

Österreich solide, Schweiz dominant

Aus österreichischer Sicht sorgte Babinsky mit Rang drei für das beste Ergebnis. Raphael Haaser wurde Vierter, Vincent Kriechmayr belegte Platz sieben. Die Schweiz brachte zusätzlich mit Stefan Rogentin als Achter einen weiteren Fahrer unter die besten Zehn.

Deutsche Sicht: Kein Einfluss auf das Rennen

Für das Team des Deutscher Skiverband verlief der Super-G enttäuschend. Kein deutscher Fahrer konnte vorne mitfahren oder um Weltcup-Punkte kämpfen.

Am Ende erreichte nur ein deutscher Fahrer das Ziel – ohne Einfluss auf das Renngeschehen. Während die Schweiz das Rennen dominierte und Österreich mehrere Fahrer weit vorne platzierte, spielte Deutschland sportlich keine Rolle.

Kurzer Schreckmoment

Für einen Moment hielt das Rennen den Atem an: Der Schweizer Arnaud Boisset stürzte nach einem Sprung im oberen Streckenteil. Er blieb unverletzt und konnte selbstständig weiterfahren.

Ausblick

Am Samstag steht das große Highlight des Wochenendes an: die legendäre Hahnenkamm-Abfahrt auf der Streif. Am Sonntag folgt zum Abschluss der Slalom am Ganslernhang.

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