Bei der SWU stehen ab 2027 mehrere Änderungen im Nahverkehr an. Betroffen sind sowohl der Fahrscheinverkauf als auch der Einsatz der künftig verlängerten Straßenbahnen.
Ab 2027 soll der Fahrscheinverkauf beim Fahrpersonal entfallen. Tickets können dann an den Automaten in den Fahrzeugen gekauft werden, allerdings nur noch bargeldlos. Für Fahrgäste, die kein Smartphone oder keine Möglichkeit zur üblichen bargeldlosen Zahlung haben, plant die SWU eine kontaktlose Bezahlkarte. Auf dieser soll ein Guthaben gespeichert werden können, das anschließend für den Fahrscheinkauf genutzt wird. Weitere Details zur Ausgabe, Aufladung oder Nutzung dieser Karte hat die SWU bislang noch nicht genannt.
Auch bei den Straßenbahnen gibt es Änderungen. Die Ulmer Avenio-Fahrzeuge werden künftig verlängert. Die Wendeschleife in Söflingen ist in ihrem heutigen Zustand für die längeren Wagen allerdings nicht vollständig geeignet. Nach Angaben der SWU ist deshalb zunächst eine provisorische Lösung vorgesehen: Die längeren Straßenbahnen sollen weiter im Bogen halten. Der Fahrgastwechsel wird dabei mit Videokameras überwacht und abgesichert.
Parallel prüft die SWU mehrere Möglichkeiten, wie die Situation in Söflingen künftig verbessert werden kann. Welche bauliche oder betriebliche Lösung am Ende umgesetzt wird, steht derzeit noch nicht fest. Klar ist damit: Die längeren Straßenbahnen können Söflingen zunächst weiterhin bedienen, allerdings nur mit einer Übergangslösung. Eine dauerhafte Anpassung wird noch geprüft.