In Blaubeuren hat der Ausbau der sogenannten „Weißen Flecken“ begonnen. Mit einem symbolischen Spatenstich ist am Donnerstag der Startschuss für den weiteren Glasfaserausbau in der Stadt und mehreren Ortsteilen gefallen. Als „Weiße Flecken“ gelten Adressen, die bisher mit weniger als 30 Mbit pro Sekunde im Download versorgt sind.
Rund 150 bisher schlecht versorgte Adressen sollen im Zuge des Ausbaus einen Glasfaseranschluss bekommen. Künftig sollen dort Bandbreiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde möglich sein. Betroffen sind unter anderem Blaubeuren, Gerhausen sowie die Stadtteile Asch, Pappelau und Seißen. Auch Gewerbegebiete in Blaubeuren, Gerhausen und Asch profitieren von dem Projekt. Außerdem sollen vier Schulstandorte in Blaubeuren und Gerhausen zukunftsfähige Anschlüsse erhalten.
Blaubeurens Bürgermeister Jörg Seibold bezeichnete den Spatenstich als wichtiges Signal für die Stadt und ihre Ortsteile. Schnelles Internet sei längst kein Luxus mehr, sondern eine Grundvoraussetzung für gleichwertige Lebensverhältnisse, wirtschaftliche Entwicklung, moderne Bildung und die Zukunftsfähigkeit der Ortschaften.
Betrieben wird die neu gebaute Infrastruktur später von der NetCom BW GmbH. Der Ausbau wird durch Fördermittel von Bund und Land Baden-Württemberg unterstützt. Der Bund übernimmt laut Landratsamt 50 Prozent, das Land Baden-Württemberg 40 Prozent der zuwendungsfähigen Aufwendungen.
Im gesamten Alb-Donau-Kreis sollen rund 30.000 Gebäude durch den Breitbandausbau einen Glasfaseranschluss erhalten. Insgesamt werden nach Angaben des Landratsamts rund 715 Millionen Euro in den Ausbau investiert, davon rund 604 Millionen Euro über Fördermittel von Bund und Land.