Tankstellen-Räuber in Friedrichshafen dank Super-Recognizern festgenommen

Menschliche Gesichtsscanner

Nach dem Raubüberfall auf eine Tankstelle in Tettnang am Bodensee am 21. März 2026 hat die Polizei einen 17-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Den Ermittlungserfolg können sogenannte Super-Recognizer für sich verbuchen.

Beamte der Bundespolizei nahmen den 17-Jährigen am Mittwoch im Stadtgebiet von Friedrichshafen fest. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits zur Festnahme ausgeschrieben. Der Haftrichter erließ einen Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts der schweren räuberischen Erpressung. Seitdem befindet sich der 17-jährige Deutsche in einer Justizvollzugsanstalt. Bei den Ermittlungen wurden unter anderem auch sogenannte Super-Recognizer zur Auswertung von Kameraaufnahmen eingesetzt.

Was sind Super-Recognizer?

Der Begriff Super-Recognizer bezeichnet Menschen mit einer außergewöhnlich stark ausgeprägten Fähigkeit, Gesichter wiederzuerkennen. Während viele Personen bereits Schwierigkeiten haben, sich an unbekannte Gesichter nach kurzer Zeit zu erinnern, können Super-Recognizer selbst flüchtig gesehene Personen oft noch nach Jahren eindeutig identifizieren.

Polizei und Sicherheitsbehörden nutzen diese besondere Fähigkeit gezielt: Super-Recognizer unterstützen beispielsweise bei der Auswertung von Überwachungskameras oder bei der Identifizierung von Tatverdächtigen in großen Menschenmengen. Gerade in komplexen Fällen können sie eine wichtige Ergänzung zu technischer Gesichtserkennung sein. Wichtig ist jedoch: Auch Super-Recognizer sind nicht unfehlbar. Ihre Einschätzungen werden deshalb stets durch weitere Ermittlungen und Beweise abgesichert.

In Deutschland werden speziell geschulte Beamte mit dieser Fähigkeit zunehmend bei Ermittlungen eingesetzt, ein vergleichsweise junges, aber wachsendes Feld in der Polizeiarbeit.

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