Teilsperrung: Chaos-Start am Ulmer Hauptbahnhof

Baustelle

Seit Mitternacht ist der Ulmer Hauptbahnhof wegen Bauarbeiten für das neue Stellwerk gesperrt. Tagsüber fahren vereinzelt Nahverkehrszüge, ansonsten Ersatzbusse. Fernverkehr gibt es gar keinen während der knapp einwöchigen Bauarbeiten. Der Start des Ersatzverkehrs funktionierte nicht wirklich.

Wichtige Bauarbeiten legen seit Dienstag den Ulmer Hauptbahnhof lahm. Für eine Woche fahren keine Fernzüge, der Nahverkehr ist stark eingeschränkt. Tausende Pendler müssen auf Busse umsteigen. Doch der Start des Ersatzverkehrs funktionierte nicht wirklich.

Die Deutsche Bahn bündelt wichtige Arbeiten an Gleisen und Weichen, um ein neues Stellwerk in Betrieb zu nehmen. Deshalb ist der Bahnhof für eine Woche teilweise gesperrt. Reisende müssen auf Busse umsteigen. Diese fahren vom ZOB West ab. Er liegt zehn Gehminuten vom Bahnhof entfernt.

Doch am Dienstagmorgen herrschte dort Chaos. Der Busbahnhof lag komplett im Dunkeln, die Beleuchtung war außer Betrieb. Fahrgäste mussten sich mit ihren Handys den Weg leuchten. „Man sieht die Hand vor Augen nicht“, klagte eine Pendlerin. Zudem war es glatt, weder Gehweg noch Fahrbahn waren gestreut.

Pannen beim Schienenersatzverkehr

Die Organisation des Busverkehrs war stellenweise mangelhaft. Zwischen fünf und sechs Uhr morgens fuhren gleich zwei Busse am dunklen Busbahnhof einfach vorbei, die Fahrer hielten mitten auf der Straße. Dann suchten sie zu Fuß nach ihren Fahrgästen. Ein anderer Bus hatte kein Zielschild. Nur der Fahrer wusste, wohin er fährt, was er auf Nachfrage verraten hatte.

Ein weiterer Bus war schon frühmorgens mit einem defekten Scheinwerfer unterwegs. Für Rollstuhlfahrer kann die Fahrt mit dem Schienenersatzverkehr sogar unmöglich werden. Ein eingesetzter Reisebus war nicht barrierefrei.

Der ZOB West war eigentlich nur eine Übergangslösung. Seit November 2024 war er außer Betrieb, nun wurde er für die Bauarbeiten reaktiviert. Offenbar ohne ausreichende Vorbereitung. Dutzende Transparente wurden aufgehängt, um vom Bahnhof den weiten Weg zur Haltestelle zu weisen, doch an der Haltestelle selbst endete die Planung zu früh.

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