Die Wilhelma in Stuttgart will ihr Gelände in den kommenden Jahren umfassend weiterentwickeln. Ein neuer Masterplan mit dem Titel „2035+“ sieht unter anderem eine afrikanische Savanne, eine Südostasien-Anlage sowie neue Bereiche für Wombats, Zwergflusspferde und Krallenaffen vor.
Welche Projekte tatsächlich umgesetzt werden, ist allerdings noch offen. Der Masterplan beschreibt zunächst die langfristigen Ziele. Über die Finanzierung muss das Land Baden-Württemberg bei jedem einzelnen Vorhaben neu entscheiden.
Geplant ist eine neue afrikanische Savanne. Außerdem soll das bisherige Flusspferdhaus zu einer Südostasien-Anlage umgebaut werden. Dort könnten künftig Schabrackentapire, Orang-Utans und Gibbons leben.
Der Förderverein der Wilhelma plant zudem eine frei zugängliche Anlage für Zwergflusspferde am Neckar. Auch die Themenwelt „Terra Australis“ soll erweitert werden. Vorgesehen ist unter anderem eine teilweise begehbare Anlage für Südliche Nacktnasenwombats. Vor dem Amazonienhaus soll außerdem ein sogenannter Krallenaffenbaum entstehen.
Ein großes Projekt läuft bereits: Im Januar war der Spatenstich für das neue Elefantenhaus. Der Bau soll bis Anfang 2030 dauern. Zuletzt wurde mit Gesamtkosten von rund 68,5 Millionen Euro gerechnet.
Davon will der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma 15 Millionen Euro übernehmen. Das Elefantenhaus gehört damit zu den konkretesten Vorhaben des langfristigen Umbaus.
Die Wilhelma gehört dem Land Baden-Württemberg. Deshalb hängt die Umsetzung der weiteren Pläne davon ab, ob der Landtag die nötigen Mittel bereitstellt. Der Masterplan bedeutet also nicht, dass alle genannten Projekte bereits beschlossen oder finanziert sind. Neben neuen Tieranlagen sollen auch die denkmalgeschützten Gebäude auf dem Gelände erhalten und weiterentwickelt werden.
Die Wilhelma ist nach eigenen Angaben der einzige zoologisch-botanische Garten Deutschlands. Dort werden rund 1.200 Tierarten sowie mehr als 8.500 Pflanzenarten und -sorten gepflegt. Jährlich kommen mehr als 1,8 Millionen Besucher.