Der dänische Nationalspieler Tobias Jensen wechselt innerhalb der Basketball-Bundesliga von ratiopharm Ulm zum FC Bayern. Der 22-Jährige unterschreibt einen Vertrag bis 2030, wie die Münchner mitteilen. In der abgelaufenen Saison wurde er als «Rising Star» im Eurocup-Wettbewerb ausgezeichnet.
An der Isar trifft Jensen auf bekannte Gesichter: Mit dem neuen Trainer Anton Gavel, Sportchef Thorsten Leibenath und Justinian Jessup arbeitete er bereits in Ulm zusammen. «Dass ich sie bereits kenne, wird es erleichtern, obwohl ich mir sehr klar bewusst bin, dass die Euroleague für mich ein neues Level sein wird», sagte der 22 Jahre alte Guard, der schon 110 Bundesliga-Einsätze vorzuweisen hat. Defensiv war Jensen schon seit einiger Zeit äußerst wertvoll für die Ulmer Rotation, in den letzten beiden Jahren hatte sich das Eigengewächs auch offensiv ins Blickfeld gespielt und zählte zum Stammpersonal.
Jensen wird damit der dritte Ex-Ulmer im Bayern-Lineup, auch Nationalspieler Andi Obst und Jessup waren direkt den Weg von der Donau an die Isar gegangen. Den lautstarken Ulmer Fans wird die Entwicklung der letzten Jahre nicht unbedingt gefallen, langsam aber sicher entwickelt sich der Orange Campus zur Talentfarm für den großen Nachbarn aus Bayern.
Jensen zu ersetzen, wird schwer. Ein universell einsetzbarer Kandidat ist schon auf dem Weg: Dwayne Koroma wechselt vom US-Topcollege UConn zu ratiopharm ulm und hat am OrangeCampus einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Der 25-jährige Berliner stand mit UConn zuletzt im NCAA-Finale vor über 70.000 Fans in Indianapolis, kam dort aber kaum zum Einsatz.
Zuvor hatte Koroma am Le Moyne College mit starken Zahlen überzeugt: 11,5 Punkte und 7,2 Rebounds im Schnitt. In Ulm soll der 2,03 Meter große Forward, der auf den Positionen 3 bis 5 spielen kann, nun den nächsten Schritt machen und in der Bundesliga Fuß fassen. Sportdirektor Dr. Thomas Stoll traut ihm viel zu: Koroma werde in der BBL viele überraschen.