Tödlicher Busunfall bei Ehingen

Ein 51-jähriger Fahrer eines Linienbusses kam aus noch unbekannten Gründen von seiner Fahrspur ab und geriet auf die Gegenfahrbahn.

Ein 58-jähriger Autofahrer starb am Dienstagnachmittag bei Ehingen. Tödlicher Unfall auf der B492Ein 58-jähriger Autofahrer ist am Dienstagnachmittag auf der B492 bei Ehingen tödlich verunglückt, als sein Pkw frontal mit einem Linienbus kollidierte. Der Bus war aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten, wobei der Busfahrer und vier Fahrgäste ebenfalls Verletzungen erlitten. Die Bundesstraße musste für die umfangreichen Rettungs- und Bergungsarbeiten für mehrere Stunden vollständig gesperrt werden. Die Staatsanwaltschaft hat zur Klärung des genauen Unfallhergangs ein analytisches Gutachten in Auftrag gegeben.

Der schwere Unfall ereignete sich gegen 14.45 Uhr auf der Strecke zwischen Ehingen und Allmendingen in einer langgezogenen Rechtskurve. Ein 51-jähriger Fahrer eines Scania-Linienbusses kam aus noch unbekannten Gründen von seiner Fahrspur ab und geriet auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß er frontal mit einem entgegenkommenden Opel zusammen, dessen 58-jähriger Fahrer durch die enorme Wucht des Aufpralls in seinem Fahrzeug eingeklemmt wurde. Der Notarzt konnte bei dem Mann nur noch den sofortigen Tod durch den Aufprall feststellen. Die Wucht des Zusammenstoßes war so groß, dass der Motorblock des Pkw herausgerissen wurde.

Im Linienbus befanden sich zum Unfallzeitpunkt neben dem Fahrer noch vier Fahrgäste, von denen einer schwere Verletzungen davontrug. Der Busfahrer selbst wurde ebenfalls verletzt, während zwei weitere Passagiere kamen mit leichten Verletzungen davon und eine Person blieb unverletzt . Alle verletzten Personen wurden nach der Erstversorgung vor Ort durch den Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in umliegende Kliniken transportiert. Die Feuerwehr war zur Unterstützung und zur technischen Hilfeleistung im Einsatz.

Großeinsatz für die Rettungskräfte
Die Rettungsleitstelle löste einen Großeinsatz aus, an dem zahlreiche Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei beteiligt waren. Stadtbrandmeister Oliver Burget fasste die erste Meldung zusammen: „Die Feuerwehr Ehingen wurde um 14.40 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall alarmiert.“ Die ersteintreffenden Kräfte fanden ein Trümmerfeld vor und mussten feststellen, dass für den Pkw-Fahrer jede Hilfe zu spät kam. Die Feuerwehr unterstützte den Rettungsdienst bei der Versorgung der Verletzten im Bus und sicherte die Unfallstelle ab.

Zur Betreuung von Unfallzeugen, Ersthelfern und den später eintreffenden Angehörigen des Verstorbenen wurden drei Notfallseelsorger an die Einsatzstelle gerufen. Die psychische Belastung bei derartigen Ereignissen ist für alle Beteiligten, einschließlich der professionellen Helfer, außerordentlich hoch. Oliver Burget betonte daher die Wichtigkeit dieser Unterstützung mit den Worten: „Das ist natürlich für die Einsatzkräfte auch eine hohe Belastung.“ Die seelsorgerische Begleitung ist ein fester Bestandteil der Einsatznachsorge.

Die Verkehrspolizei aus Laupheim hat die Ermittlungen zur Unfallursache offiziell aufgenommen, um den Hergang des Geschehens zu rekonstruieren. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Ulm wird ein Sachverständiger ein Gutachten erstellen, das zur Klärung beitragen soll. Die B492 blieb für die Unfallaufnahme und Bergung bis gegen 19 Uhr gesperrt, erst dann war die Unfallstelle geräumt. Für die Reinigung der Fahrbahn setzte die Stadt Ehingen eine Kehrmaschine ein. Die Straßenmeisterei hatte eine Umleitung eingerichtet. Der Sachschaden kann noch nicht beziffert werden.

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