Tödlicher Unfall auf der A8 zwischen Merklingen und Ulm

Ein 55-jähriger Mann verlor am Montagmorgen bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 8 zwischen Ulm-West und Merklingen sein Leben. Die Autobahn Richtung München war deswegen lange gesperrt.

Kurz vor sechs Uhr morgens prallte ein Autofahrer mit seinem Mercedes bei hoher Geschwindigkeit ungebremst in das Heck eines vorausfahrenden Sattelzuges und erlitt durch den Aufprall tödliche Verletzungen. Der Mann konnte anschließend nur noch tot aus dem Wrack geborgen werden.  

Nach der bisherigen Spurenauswertung fuhr der Mercedes ohne sichtbare Bremsspuren in das Heck eines Sattelzuges, der auf der mittleren Fahrspur unterwegs war und gerade einen anderen Lastzug überholte. Der hintere Unterfahrschutz des Sattelaufliegers wurde weggerissen und der Mercedes schob sich so tief unter den Auflieger, dass die letzte Achse des Aufliegers teilweise aus ihrer Verankerung gerissen wurde. Da der Mercedes hinter seinem Lastzug klemmte, konnte er das auffahrende Fahrzeug nicht im Rückspiegel sehen. Der 46-jährige Lkw-Fahrer brach seinen Überholvorgang ab und fuhr in Richtung Standstreifen. Der Mercedes konnte sich nach über 100 Metern lösen und kam auf dem linken Fahrstreifen zum Stehen. Das Trümmerfeld war mehrere 100 Meter lang, auf allen Fahrspuren lagen Fahrzeugteile. 

Der Mercedesfahrer war in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Aus dem Motorraum schlugen bereits Flammen. Ersthelfer konnten keine Lebenszeichen mehr bei dem 55-Jährigen feststellen.

Der Lkw-Fahrer blieb körperlich unverletzt.

Die Autobahn musste voll gesperrt werden. Es bildete sich hinter der Ausleitung in Merklingen ein 13 Kilometer langer Stau, auch auf den Umleitungsstrecken Richtung Ulm kam es immer wieder zum Stillstand. Da die Ortsdurchfahrt Tomerdingen zur B10 wegen Bauarbeiten gesperrt ist, versuchten viele Autofahrer über Dornstadt weiterzukommen. Vor der Einfahrt Dornstadt auf die B10 meldeten die Navigationssysteme eine Stauzeit von 30 Minuten quer durch den Ort.

Nach knapp vier Stunden konnten die ersten Fahrzeuge einspurig an der Unfallstelle vorbeifahren, während gleichzeitig der defekte Sattelzug mit einem Kran geborgen wurde. Bis zur vollständigen Reinigung der Autobahn kurz nach elf Uhr vormittags reichte der Rückstau schon bis nach Mühlhausen zurück.
Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 35 000 Euro.

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