Der plötzliche Tod von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sorgt auch in Günzburg für große Bestürzung. Der 55-Jährige wurde am Mittwoch, den 4. November tot in einem Berliner Hotelzimmer gefunden. Als Zeichen der Trauer wehen die Fahnen vor dem Günzburger Rathaus bis auf Weiteres auf Halbmast. Oberbürgermeister Michael Jahn und sein Vorgänger Gerhard Jauernig erinnern an den Politiker, den beide persönlich kannten.
Günzburgs Oberbürgermeister Michael Jahn zeigt sich fassungslos über Aiwangers Tod. Erst vor knapp drei Jahren hatte sich der Chef der Freien Wähler in das Goldene Buch der Stadt Günzburg eingetragen. Jahn würdigt den verstorbenen Politiker mit bewegenden Worten:
Das ist unglaublich tragisch. Ich bin in Gedanken bei seinen Angehörigen. Wir verlieren mit ihm einen der wichtigsten bayerischen Politiker der vergangenen Jahre. Aber auch einen sympathischen Menschen auf Augenhöhe, einen Mann, der für seine Partei einstand und zuhörte.
Aiwanger habe die Freien Wähler und die politische Diskussion in Bayern und Deutschland über viele Jahre geprägt.
Auch der frühere Günzburger Oberbürgermeister Gerhard Jauernig ist tief betroffen. Eigentlich hätten sich die beiden noch Ende November bei einer Ehrung der Bayerischen Staatsregierung in München wiedergesehen.
Hubert Aiwanger war stets ein verlässlicher Freund, den Kommunen und Menschen nahe. Auf ihn konnte man sich verlassen. Ich bin tief betroffen von dieser Todesnachricht. Meine Gedanken gelten seiner Familie.
Hubert Aiwanger war seit 2018 bayerischer Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident. Sein überraschender Tod hat über die Parteigrenzen hinweg große Bestürzung ausgelöst. Nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft gibt es laut vorläufigem Obduktionsergebnis keine Hinweise auf Fremdverschulden. Die genaue Todesursache ist allerdings noch nicht geklärt. Weitere Untersuchungen stehen aus.