Kinder-Trauma im Fokus: Ukrainische Delegation besucht Ulmer Klinik

Karlspreis-Förderung stärkt konkrete Hilfsprojekte für kriegstraumatisierte Kinde

An der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikum Ulm war vergangene Woche eine Fachdelegation aus der Ukraine zu Gast. Hintergrund sind die massiven psychischen Belastungen für Kinder seit Beginn des Krieges.

Ermöglicht wurde der Besuch durch den Stiftungspreis des Internationalen Karlspreis zu Aachen, umgesetzt von der Deutsche Traumastiftung e. V.. Ziel ist es, wirksame traumatherapeutische Konzepte gezielt weiter auszubauen und ukrainische Fachkräfte bei der Versorgung betroffener junger Menschen zu unterstützen.

Hilfe für Kinder im Krieg

Im Mittelpunkt stand das Projekt „TF-CBT Ukraine“. Dabei werden Therapeuten in traumafokussierter Verhaltenstherapie geschult, einem wissenschaftlich gut abgesicherten Verfahren zur Behandlung von Traumafolgestörungen. Bereits mehr als 100 ukrainische Fachkräfte konnten im Rahmen von „TF-CBT Ukraine“ qualifiziert werden. Über 300 Kinder und Jugendliche wurden therapeutisch begleitet. Neben Schulungen geht es dabei auch um konkrete Behandlungsstandards, Diagnostik und Qualitätssicherung.

Weitere Termine für die Delegation

„Gerade in Kriegssituationen brauchen Kinder und Jugendliche gezielte psychotherapeutische Unterstützung“, erklärte Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Ärztlicher Direktor der Klinik. Entscheidend sei, wirksame Methoden nachhaltig in die Versorgung zu integrieren. Außerdem besuchte die Delegation eine Kinder- und Jugendpsychiatrie in Böblingen. Ein Empfang im Ulmer Rathaus durch Oberbürgermeister Martin Ansbacher bildete den offiziellen Abschluss des Besuchs.

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